Was läuft im Kino?Film-Hits aus der Heimat

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Stark besetzt: Hildegard Schmahl und Corinna Harfouch im Drama „Im Spiegel meiner Mutter“.
Stark besetzt: Hildegard Schmahl und Corinna Harfouch im Drama „Im Spiegel meiner Mutter“.
Coin Film

In den Münchner Kinos sind derzeit besonders viele deutsche Filme zu sehen. Einige werden von ihren Machern persönlich präsentiert, andere greifen nach dem wichtigsten Filmpreis der Welt.

Von Josef Grübl

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Die Oscars werden zwar erst wieder im März 2027 verliehen, hierzulande träumen aber schon viele vom wichtigsten Filmpreis der Welt. Vor ein paar Tagen veröffentlichte „German Films“ eine Liste mit elf Filmen, die in der Kategorie „International Feature Film“ eingereicht wurden. Darauf stehen Kassenhits wie Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke oder Festival-Erfolge wie Everytime oder der Berlinale-Eröffnungsfilm No Good Men. Filme wie Staatsschutz, Das geträumte Abenteuer oder Volker Schlöndorffs Heimsuchung starten erst in den nächsten Tagen oder Wochen in den deutschen Kinos, wollen aber ebenfalls antreten. Wer für Deutschland ins Oscar-Rennen geht? Das entscheidet eine Fachjury in der letzten August-Woche.

Wer einen Blick ins aktuelle Kinoprogramm wirft, bekommt einen Eindruck von der Vielfalt des deutschen Films. Lebendiger denn je zeigt sich der Niederbayern-Cop Franz Eberhofer (Sebastian Bezzel), der sich gerade in seinem jüngsten Fall Steckerlfischfiasko ganz oben in den Kinocharts platziert hat, genauer gesagt zwischen „Spider-Man“ und „Odyssee“. Die Krimikomödien-Reihe nach den Romanen von Rita Falk hat nichts von ihrer Popularität eingebüßt, trotz dreijähriger Pause, trotz des (wohl mittlerweile beigelegten) Streits zwischen der Autorin und den Filmemachern.

Auch sonst steht der August ganz im Zeichen des deutschen Kinos: Bereits angelaufen (in München unter anderem im ABC, Arena oder City) ist Jutta Brückners neuer Film Im Spiegel meiner Mutter, über eine schwierige Mutter-Tochter-Beziehung. Das mit Corinna Harfouch und Carla Juri stark besetzte Drama feierte im Juni Premiere beim Filmfest München, ebendort war auch der neue Film von Regisseur Lars Jessen erstmals zu sehen: Spaziergang nach Syrakus bezieht sich auf einen Roman aus dem Jahr 1802, erzählt aber eine Geschichte aus den 1980er-Jahren in der DDR. Dort lebt ein Mann namens Paul (Charly Hübner), der unbedingt in die sizilianische Stadt Syrakus reisen will. Das gelingt ihm trotz vieler Hindernisse auch, damit verrät man nicht zu viel. Besonders schön sind die Szenen in Italien, als Paul Parmesan probiert oder per Autostopp immer weiter Richtung Süden reist. In München läuft der Film im Leopold, Rio, Maxim oder City.

Auf der eingangs genannten Oscar-Liste steht auch Der Heimatlose: Das auf einer abgelegenen Nordsee-Insel spielende Drama startet kommende Woche in den Kinos, am 31. August stellen es Regisseur Kai Stänicke sowie seine Hauptdarsteller Paul Boche und Philip Froissant im Maxim Kino persönlich vor. Bereits am 22. August ist Brezel Göring zu Gast im Monopol Kino: Der Regisseur, Musiker und Stereo Total-Gründer präsentiert dem Publikum seine auf Super-8-Film gedrehte Experimentalkomödie Für immer 16. Ins Werkstattkino geht es am 24. August: Dort stellt Regisseur Saša Vajda seinen auf der Berlinale uraufgeführten Film The Lights, They Fall vor. In ruhigen Bildern erzählt er von einer im Sterben liegenden Frau in Berlin – und von ihrem Sohn, der mit Freunden durch die Peripherie der Stadt zieht.

Ein deutsch-koreanischer Dokumentarfilm ist „Becoming Kim“.
Ein deutsch-koreanischer Dokumentarfilm ist „Becoming Kim“.
Neufilm

Um eine Familiengeschichte geht es auch im deutsch-koreanischen Dokumentarfilm Becoming Kim, der im Mai beim Dok-Fest zu sehen war. Regisseurin Susanne Kim erzählt darin über sich und ihren Ehemann, der in seine Heimat zurückging, um ein Hähnchenrestaurant zu eröffnen. Am 25. August zeigt Kim ihren Film im Theatiner. Zwei Tage später, am 27. August, ist Francesco Wenz zu Gast im Arena Kino: Der Münchner Schauspieler stellt das spanisch-deutsche Coming-of-Age-Drama Strange River vor, er spielt darin einen rätselhaften Jungen, der einen anderen Jungen in seinen Bann zieht.

Das gewisse Etwas verspricht der Münchner Regisseur Marc Rothemund in seinem neuen Film, einem Remake des französischen Kinohits „Was ist schon normal?“. Die Komödie über eine inklusive Reisegruppe läuft im September in den Kinos an: Wer sie schon früher sehen will, kann am 23. August die Previews im Mathäser, Rio oder Leopold besuchen.

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