Es gibt eine Szene auf der Bühne, da packt Katharina Bach ihr S.O.S. aus. Also das von Abba eigentlich, aber ganz auf ihre Art. Tief, abgründig, hoffnungslos. Sie zerrt die Töne aus dem Keller der Gefühle hervor, schleudert die Wut ihrer Figur Nora heraus. All die Energie, die vorher in ihrem raumgreifenden Spiel lag, also in etwas sehr Körperlichem, ist jetzt Stimme geworden. Wäre es ein chemischer Vorgang, würde man ihn wohl Sublimation nennen. Es ist ein sehr emotionaler Moment in der "Nora"-Inszenierung von Felicitas Brucker an den Münchner Kammerspielen.
Katharina Bach im Porträt"Im Schauspiel fühle ich mich frei"
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Katharina Bach leuchtet hell im Ensemble der Münchner Kammerspiele. Die Schauspielerin findet mühelos in ihre Rollen, sie spielt Gitarre und Trompete und singt mit großer Wucht. Ein Porträt.
Von Yvonne Poppek
