„Die Verteidigung des Paradieses“ an den Kammerspielen:Almidylle trifft Apokalypse

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Der Theaterparcours "Die Verteidigung des Paradieses" beginnt an einer Holzhütte. Während auf die Außenwand Live-Bilder projiziert werden, wird innen und außen gespielt. (Foto: Armin Smailovic)

Gernot Grünewald hat aus Thomas von Steinaeckers Science-Fiction-Roman „Die Verteidigung des Paradieses“ einen Theaterparcours gemacht. Wer ihn an den Münchner Kammerspielen durchläuft, kann verblüfft sein.

Kritik von Yvonne Poppek

Die Holzhütte könnte auf einer Alm stehen. Mit ihren kleinen Sprossenfenstern und Blumenkästen, den Spitzengardinen, der ebenerdigen Stube und dem Bettenlager unter dem Giebeldach strahlt sie Geborgenheit aus. Doch das täuscht. Ein Schutzraum soll sie nur kurz an diesem Abend in der Therese-Giehse-Halle der Münchner Kammerspiele sein. Sehr bald schon wird die Lage bedrohlich, müssen sich alle darin auf eine Reise machen, die nur zweifelhafte Rettung bringt. Wobei es eigentlich nur ihre Stimmen sind, die den Umkreis der Hütte verlassen werden. Den eigentlichen Weg legt das Publikum zurück, um von Station zu Station zu begreifen, warum es in „Die Verteidigung des Paradieses“ geht.

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