Aus einem grellgrünen Haus wächst eine riesige, pinkfarbene Rose. Mitten in ihrer Blüte ein Auge, das aufmerksam wacht über alles, was um es herum geschieht. Die Regisseurin Marie Schleef inszeniert "Die Möglichkeit des Bösen" von Shirley Jackson in der Therese-Giehse-Halle der Kammerspiele - und schon dieses Anfangsbild ist so etwas wie die Essenz dieser Kurzgeschichte. Wie das Auge Gottes oder der Big Brother aus George Orwells "1984" ist es hier das Auge der Rose, das alle überwacht, die in dieser Stadt leben.
Uraufführung an den Münchner KammerspielenIm Auge der Rose
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Es liegt Unheil und Blumenduft in der Luft in Marie Schleefs Inszenierung "Die Möglichkeit des Bösen" an den Kammerspielen. Ein bildstarker Horror-Trip in Pink und Neongrün.
Von Anne Fritsch
