Die Geschichte mit der Alten Münze gleich nebenan illustriert ganz gut, wie diese Christiane Brammer tickt. „Der größte Renaissance-Hof Münchens, und keiner kennt ihn“, ruft sie, „ein Kleinod, eine ganz besondere Atmosphäre. Den wollte ich schon immer bespielen.“ Gerade während Corona, mit ihrem „Theater für alle“, Open Air, ohne Eintritt. „2021 war ich beim BR in ‚Jetzt red I‘ und hab dem Söder gesagt: Ich brauch jetzt diesen Hof!“ Und siehe da: Sie bekam ihn. Und durfte wiederkommen. Als unlängst das Fest zum Zehnjährigen mit 600 Gästen anstand, habe Denkmalamts-Leiter Jörg Schindler-Friedrich zu ihr gesagt: „Sie müssen kommen!“, erzählt Brammer. „Um 18 Uhr ging’s los, um 17 Uhr hat’s soooo geregnet – aber dann hat der liebe Gott einen Regenschirm über uns aufgespannt.“ Nach vier Vorstellungen, zig Schulterklopfern und Musik von Ecco DiLorenzo war um halb elf Schluss, „fünf Minuten später: wieder Regen!“ Da meint es wohl einer gut mit dem Hofspielhaus.
Leiterin vom Münchner HofspielhausÜber eine Spielstätte, an der künstlerisch alles passieren darf
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Die Schauspielerin Christiane Brammer erfüllte sich mit dem eigenen Theater im Münchner Zentrum ihren Traum. Jetzt hat sie das zehnjährige Bestehen gefeiert – und sprüht noch immer vor Ideen.
Von Thomas Becker
