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Münchner Flughafen:Findelkind ist wohlauf

  • Das Findelkind vom Münchner Flughafen ist wohlauf und wird weiterhin im Haunerschen Kinderspital betreut.
  • Das Baby war auf einer Toilette am Airport gefunden worden.
  • Von der Mutter fehlt noch immer jede Spur.

Von Christiane Lutz

Das Neugeborgene, das auf einer Toilette am Münchner Flughafen gefunden wurde, hat jetzt einen Namen: Franziska. So werde das Mädchen im Haunerschen Kinderspital genannt, wo das Baby derzeit intensivmedizinisch betreut wird, vermeldet das Krankenhaus in einer Pressemitteilung vom Montag.

Derzeit könne aber noch keine Prognose über den weiteren Behandlungsverlauf sowie mögliche Spätfolgen für das Kind gemacht werden. Das Baby war am vergangenen Donnerstagnachmittag schwer unterkühlt auf der Damentoilette eines Parkhauses von einer Flugpassagierin entdeckt worden. Es wurde umgehend per Hubschrauber in die Klinik geflogen.

Die Ärzte gehen davon aus, dass das Kind erst kurz zuvor auf die Welt gekommen und von seiner Mutter ausgesetzt worden ist. Franziska wiegt inzwischen 3500 Gramm und ist 54 Zentimeter groß. Von der Mutter fehlt noch immer jede Spur. Die Polizei hat die Fahndung eingeleitet und bittet die Mutter dringend, sich zu melden. Derweil wurde das Jugendamt informiert und ein Vormund für das Kleinkind bestellt.

© SZ vom 04.08.2015/vewo

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