München/Planegg Unendliche Geschichte

Ein ewiger Streitpunkt: das Restaurant "Mi casa su casa".

(Foto: Catherina Hess)

Der Streit um das Lokal "Mi casa su casa" geht weiter

Das Verfahren um eine Wiedereröffnung des ehemaligen Lokals "Mi casa su casa" an der Planegger Bahnhofstraße unter dem neuen Besitzer, dem Gastronom Karl Rieder, wird wahrscheinlich ausgesetzt, bis ein Urteil in der gerichtlichen Auseinandersetzung zwischen der Gemeinde und dem früheren Pächter gefallen ist. Diese Sachlage ergibt sich aus einer Anhörung, die jetzt vor dem Landgericht München zwischen dem früheren Pächter Andre Bahlo und seinem Anwalt und der Gegenseite um den neuen Besitzer Karl Rieder stattfand. Beide Seiten lehnten eine gütliche Einigung über eine Mediation, wie sie Richterin Inga Hansen angeboten hatte, ab. Rieders Anwalt betonte, sein Mandant wolle seit mehr als zwei Jahren die leer stehende Immobilie als Restaurant eröffnen, Pächter Bahlo gebe das Lokal allerdings widerrechtlich nicht frei. Den bislang entstandenen Schaden bezifferte der Anwalt auf 145 000 Euro. Die Gegenseite argumentierte mit dem noch laufenden Streit-Verfahren zwischen der Gemeinde Planegg als früherer Besitzerin des Lokals und Bahlo. Der hatte vor mehr als drei Jahren seine Pachtzahlungen eingestellt, weil angeblich der bauliche Zustand des Lokals zu wünschen übrig ließ. Die Forderungen der Gemeinde an Bahlo daraus belaufen sich auf 360 000 Euro. Richterin Inga Hansen schlug vor, das Verfahren so lange auszusetzen, bis ein Urteil in dieser Sache vorliegt. Das aber kann noch lange dauern. Hansen ließ offen, ob sie nicht doch vorher ein Urteil fällen will. Als Termin wurde dafür Freitag, 6. November, angesetzt.