Eine nackte Glühbirne baumelt von der Decke, an den Wänden bröckelt der Putz, der Boden ist ramponiert und mitten im Raum markieren Metallstreben den Verlauf einer Mauer, die erst noch eingezogen werden muss. Doch zumindest vor Bennett Eisfelds geistigem Auge ist diese Baustelle bereits seine künftige Heimstatt – ein WG-Zimmer auf 13 Quadratmetern. „Da unter der Dachschräge steht das Bett“, sagt der 26-Jährige, zeigt in eine Ecke des Zimmers und lässt seinen Arm dann wandern. „Dort kommt der Schreibtisch hin, den habe ich schon gekauft. Und hier vorne ist dann der Kleiderschrank.“
Neues Projekt in MünchenZwischenwohnen statt Leerstand – zu konkurrenzlos günstigen Mieten
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Für Kulturprojekte werden zeitweilig leer stehende Immobilien in München schon länger freigegeben. Nun testen sieben junge Leute und die Stadt erstmals eine Zwischennutzung fürs Wohnen. Ein Zimmer ist sogar noch frei.
Von Patrik Stäbler

Teufelskreis hohe Mieten:„In Städten wie München ist Wohnen zum Glücksspiel geworden“
Die Mieten steigen so rasant, dass kaum jemand mehr umzieht: Wen das besonders hart trifft und warum die Folgen für alle in der Stadt dramatisch sind – sogar für diejenigen, die eine passende Wohnung ergattert haben.
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