Drei FestnahmenVerdacht auf Schwarzarbeit – Zoll stellt Millionen sicher

Bei Durchsuchungen des Zolls von Privatwohnungen und Firmensitzen in München wurden unter anderem auch zahlreiche Waffen sichergestellt.
Bei Durchsuchungen des Zolls von Privatwohnungen und Firmensitzen in München wurden unter anderem auch zahlreiche Waffen sichergestellt. Presse Hauptzollamt Rosenheim

Luxusuhren, Immobilien und Gold: Der Zoll beschlagnahmt Millionenwerte bei einer Münchner Sicherheitsfirma und stellt auch zahlreiche Waffen sicher. Wie die Firma vorgegangen sein soll.

Mit einer groß angelegten Durchsuchung ist dem Zoll ein Schlag gegen Schwarzarbeit in Bayern gelungen. Eine Münchner Sicherheitsfirma soll die öffentliche Hand und die Sozialversicherung um schätzungsweise zehn Millionen Euro gebracht haben, wie der Zoll mitteilte. Die Ermittler fanden bei den Durchsuchungen auch 30 Waffen und Munition, darunter mehrere Gewehre und Pistolen, geladene Schreckschusswaffen sowie die Munition für ein Sturmgewehr des Typs AK 47 „Kalaschnikow“.

Drei Hauptverdächtige wurden den Angaben zufolge mit Haftbefehl wegen des Verdachts der Schwarzarbeit festgenommen. Sie sitzen nun in Untersuchungshaft. Den Beschuldigten drohen Freiheitsstrafen von bis zu fünf Jahren, in schweren Fällen sind demnach auch bis zu zehn Jahre möglich. Zudem stellten die Zöllner Vermögenswerte in einem Gesamtwert von rund 2,5 Millionen Euro sicher. Dazu sollen unter anderem ein Porsche 911, mehrere Immobilien, Luxusuhren und Gold gehören.

Durch Scheinfirmen versucht, Schwarzarbeit zu verdecken

Das Security-Unternehmen soll versucht haben zu verschleiern, dass die Beschäftigten schwarz bezahlt werden. Zu diesem Zweck sollen Zahlungen in zweistelliger Millionenhöhe an Scheinfirmen getätigt worden sein. Bei den Durchsuchungen Ende Februar in München und Umland waren den Angaben zufolge mehr als 250 Einsatzkräfte beteiligt. Neben den zwei Firmengebäuden seien auch 18 Privatwohnungen der Beschuldigten durchsucht worden. Die Hauptverdächtigen seien bereits in der Vergangenheit durch Gewaltdelikte aufgefallen, hieß es von der Behörde. Dies begründete auch den hohen Personaleinsatz.

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