Polizei in MünchenAngebliche Wunderheilerin in der Fußgängerzone festgenommen

Das Polizeipräsidium in der Münchner Innenstadt.
Das Polizeipräsidium in der Münchner Innenstadt.
Foto: Sven Hoppe/dpa

Jahrelang soll die Tatverdächtige eine junge Münchnerin um insgesamt eine fünfstellige Summe gebracht haben – mit der Behauptung, sie könne Kontakt zu Verstorbenen aufnehmen.

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Auf ungewöhnliche Art haben Polizeibeamte eine angebliche Wunderheilerin festgenommen, die im Verdacht steht, eine 29-jährige Frau um einen fünfstelligen Betrag betrogen zu haben: Die Beamten verließen am Donnerstag gegen Mittag nach einer Pressekonferenz gerade das Polizeipräsidium, als sie die zur Fahndung ausgeschriebene Frau in der Fußgängerzone erkannten.

Die Frau, 31 Jahre alt und aus Wien, hatte im Jahr 2021 die 29-Jährige in der Fußgängerzone angesprochen: Sie spüre eine besondere Aura und könne den Kontakt zu den verstorbenen Großeltern der Frau herstellen. Diese, körperlich und geistig eingeschränkt, glaubte der angeblichen Wunderheilerin, traf sich über die Jahre immer wieder mit ihr und gab ihr auch Geld.

Die Betreuerin der Frau bemerkte irgendwann einmal unerklärliche Abhebungen vom Konto ihres Schützlings und erstattete Anzeige. Die mutmaßliche Betrügerin sitzt jetzt in Untersuchungshaft. Es wird geprüft, ob sie mit anderen, ähnlichen Fällen in Verbindung steht.

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