Virales Tiktok-Video aus MünchenPolizei-Panne im Fall des mutmaßlichen Mietbetrügers Fabrizio S.

Italienische Behörden haben den Verdächtigen gegen Meldeauflage freigelassen, bevor die deutsche Polizei ihn nach München bringen konnte (Symbolbild).
Italienische Behörden haben den Verdächtigen gegen Meldeauflage freigelassen, bevor die deutsche Polizei ihn nach München bringen konnte (Symbolbild). Peter Kneffel/dpa

Unter Tränen berichteten zwei Schwestern auf Tiktok, wie sie von dem angeblichen Vermieter um Tausende Euro gebracht worden sein sollen. Die italienische Polizei fasst ihn, er soll ausgeliefert werden – doch am Ende kommt alles ganz anders.

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Bei der Auslieferung des mutmaßlichen Betrügers Fabrizio S. nach München ist es in Italien zu einer Panne gekommen. „Als die zuständigen bayerischen Polizeibeamten den Beschuldigten absprachegemäß am Flughafen in Catania abholen wollte, konnte der Beschuldigte nicht angetroffen werden“, teilte die Münchner Oberstaatsanwältin Anne Leiding mit.

Fabrizio S. wird verdächtigt, über eine Online-Plattform falsche Wohnungsangebote in München geschaltet zu haben. Er wird wegen mehrfachen Betrugs gesucht. Im Mai wurde er dann in Italien bei einer Polizeikontrolle festgenommen und in ein Gefängnis im sizilianischen Catania gebracht.

Mehr als 100 000 Euro soll der Mann von Interessenten kassiert haben, die sich Hoffnung auf einen schnellen Erfolg auf dem überhitzten Münchner Mietmarkt gemacht hatten. Mehr als 20 Geschädigte hatte die Polizei bereits im März ermittelt. Zwei Schwestern, 22 und 19 Jahre alt, hatten mit ihrer Anzeige den Stein ins Rollen gebrachte. Die beiden berichteten unter Tränen darüber in einem viral gegangenen Video auf der Plattform Tiktok.

Mehr als 100 000 Euro Schaden
:Mietbetrüger „Fabrizio“ taucht mit Geld seiner Opfer unter

Unter Tränen berichten zwei junge Frauen auf Tiktok, wie sie um Tausende Euro gebracht wurden, als sie eine Wohnung in der Türkenstraße anmieten wollten.  Die Münchner Polizei kennt mittlerweile den 34-jährigen Täter – und es soll noch zahlreiche weitere Geschädigte geben.

Von Martin Bernstein

Nun sollte Fabrizio S. am 1. August nach Deutschland ausgeliefert werden. Doch als die bayerischen Polizisten ihn am Flughafen in Catania abholen wollten, staunten sie nicht schlecht. Die Haft sei durch die italienischen Behörden ohne Rücksprache mit den deutschen Stellen gegen eine Meldeauflage außer Vollzug gesetzt worden, sagte Leiding.

An seine Meldeauflage hatte sich der Mann allerdings nicht mehr gehalten und erschien auch nicht am Flughafen. Er ist nun wieder flüchtig. Zuvor hatte die Bild-Zeitung berichtet.

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