Frühstück in MünchenWarum man beim Knödel-Spezialisten frühstücken sollte

Lesezeit: 2 Min.

Wie wär's mit einem Rührei „Halleluja“? Gibt es beim Brunch im Wirtshaus in der Au.
Wie wär's mit einem Rührei „Halleluja“? Gibt es beim Brunch im Wirtshaus in der Au. Johannes Simon

Das Wirtshaus in der Au ist vor allem für seine Knödel bekannt. Da gerät man fast in Versuchung, auch in der Früh einen Schweinsbraten zu bestellen. Wäre aber schade. Denn dann verpasst man ein himmlisches Frühstück.

Von Sarah Maderer

Dass der erste Eindruck zählt, hat man im Wirtshaus in der Au verstanden. Hier wird jeder Gast mit einem verbindlichen „Servus in der Au!“ begrüßt. Die gut gelaunten Service-Burschen in Lederhosen haben diesen Satz so sehr verinnerlicht, dass er an vollen Tagen im Minutentakt durchs Gewölbe der Wirtsstube schallt.

Unter Münchens Wirtshäusern ist die Au eine sichere Bank. In seiner heutigen Form existiert das Lokal seit 1993. Wirt Florian Oberndorfer hat sich seither vor allem durch seine Knödel einen Namen gemacht, mit denen er es bis auf die Wiesn geschafft hat („Münchner Knödelei“). Umso mehr ist man hier beim sonntäglichen Besuch in Versuchung, den Schweinsbraten mit der Spezialität des Hauses zu bestellen.

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Während die Knödel stadtbekannt sind, werden die Wenigsten jedoch wissen, dass man im Wirtshaus in der Au am Wochenende ebenso gut und herzhaft frühstücken kann. Die Karte verspricht keine großen Kunststücke wie bei Cafés, die sich auf Brunch spezialisiert haben. Aber für eine Wirtshausküche fällt sie doch erstaunlich vielfältig aus. Man kann zwischen verschiedenen kalten Platten wählen (ab 19,50 Euro), oder man stellt sich sein Frühstück aus einzelnen Bowls, Eierspeisen und unterschiedlich belegten Broten selbst zusammen.

Da wäre zum Beispiel das himmlische Rührei „Halleluja“ (15,50 Euro) mit gebeiztem Lachs, der dem Ei untergerührt und dadurch gegart wurde. Dazu werden knusprig gebackene Kartoffeln und ein Häubchen cremiger Meerrettich-Frischkäse gereicht. Ebenso empfehlenswert ist das geröstete Holzofenbrot „Blasius“ (15,90 Euro), das mit Frischkäse, Rucola, Rohschinken, Parmesan und Pesto belegt wurde und mit Wildblüten und Kresse hübsch angerichtet auf einem Holzbrett serviert wird.

Wie es sich für ein zünftiges Wirtshausfrühstück gehört, gibt es auch zwei Stück Weißwürste mit Breze (8,90 Euro). Vitamine liefern dagegen der frisch gepresste Saft aus Orange, Karotte und Ingwer (5 Euro) und der cremige Smoothie „Ois easy“ aus Mango, Apfel, Limette und Joghurt (6,80 Euro); oder aber man ergänzt seine Bestellung um Obstsalat (7,80 Euro), Bircher-Müsli (8,50 Euro) oder um eine Bowl aus Zerealien, Nüssen, Beeren, Fruchtmus und Joghurt (8,90 Euro).

Weißwurst, Breze, Radieschen – auch das wird im bayerichen Wirtshaus natürlich zum Frühstück angeboten.
Weißwurst, Breze, Radieschen – auch das wird im bayerichen Wirtshaus natürlich zum Frühstück angeboten. Johannes Simon
Pfannkuchen, drapiert wie ein Crêpe – sehr zu empfehlen.
Pfannkuchen, drapiert wie ein Crêpe – sehr zu empfehlen. Johannes Simon

Zum süßen Abschluss gibt es Pfannkuchen wahlweise mit Schokosoße oder Waldbeerenmus (6,90 Euro), der auf dem Teller gefaltet wurde wie ein Crêpe und so buttrig und handgemacht schmeckt wie bei Oma.

Danach braucht man für einen Verdauungsspaziergang an der Isar nur einmal umzufallen, oder aber man bleibt noch bei einer Halben Paulaner Hellem (5,80 Euro) unter den Kastanien des Wirtsgartens sitzen. Der hat nämlich seit dieser Woche wieder geöffnet.

Wirtshaus in der Au, Lilienstraße 51, 81669 München, Telefon: 089/4481400, Frühstück immer samstags, sonntags und feiertags von 10 bis 15 Uhr.

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