Die wenigen Sitzplätze vor den Cafés? Voll. Die Gehwege? Ebenso. Und die Stimmung? Leicht, oder aber: keinesfalls mehr winterschwer. Der Frühling hat München erreicht, sogar noch vor dem offiziellen Frühlingsbeginn.

Das zieht die ohnehin schon ausgehfreudigen Münchnerinnen und Münchner nach draußen. Und wer könnte es ihnen verübeln nach eiskalten Wochen, die sich nicht nach Wochen, sondern gnadenlos endlos angefühlt haben.

Der Grund für das gute Wetter ist ein großes Hochdruckgebiet, das sich von Russland bis zum Mittelmeer zieht, sagt ein Meteorologe der Niederlassung des Deutschen Wetterdienst (DWD) in München. Am Donnerstag würden die Temperaturen auf bis zu 19 Grad steigen, am Freitag vermutlich sogar auf bis zu 21 Grad.

Auch die Pollen kämen gut in Gang, darauf müssten sich Allergiker einstellen. „Ungewöhnlich mild“ für diese Jahreszeit, sagt der Meteorologe zum aktuellen Wetter. So etwas komme statistisch betrachtet vielleicht alle 20 Jahre mal vor.

Der „Frühling light“ dauere noch mindestens bis Mitte kommender Woche an, sagt der DWD-Mann. Bis dahin könne er zumindest eine halbwegs seriöse Vorhersage treffen. Allerdings mache sich am Wochenende ein kleiner Tiefausläufer bemerkbar, was sich sowohl in Schauern als auch in niedrigeren Temperaturen niederschlagen dürfte.

Trotzdem: „Wir bleiben auf frühlingshaftem Niveau“, zumindest dort, wo die Sonne überhaupt durchkommt. Denn nordöstlich von München, Richtung Niederbayern, dürfte es in den kommenden Tagen kälter sein. Als Grund nennt der Meteorologe beständigen Hochnebel.

