Soziale Probleme:Alarmierende Zahlen aus Sendling-Westpark

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Kabinett - Zusätzliche Mittel für Kinderbetreuung

Der Bezirksausschuss Sendling-Westpark will die Situation von Kindern und Jugendlichen in den Blick nehmen und die Raumprobleme der Mittagsbetreuung lösen.

(Foto: Monika Skolimowska/dpa)

Eine Studie bescheinigt dem Stadtteil eine überdurchschnittlich hohe Zahl an Langzeitarbeitslosen und bedürftigen Rentnern - sowie viele Fälle im Kinderschutz. Lokalpolitiker sehen "hohen Handlungsbedarf".

Von Jürgen Wolfram

Eine Studie für das städtische Sozialreferat hat den Bezirksausschuss Sendling-Westpark aufgerüttelt. Die Statistik bescheinigt dem Stadtteil gravierende Defizite im Bildungs- und Sozialbereich. Überdurchschnittlich hoch liege die Zahl der Empfänger von Arbeitslosengeld 2 und Grundsicherung im Alter, Gleiches gelte für die Fälle des Kinderschutzes. Zur Gesamtschau gehört ferner eine Mittagsbetreuung für die Grundschule an der Fernpaßstraße, der es an einer dauerhaften Bleibe ebenso fehlt wie an Resonanz. Jugendzentrum, Bildungslokal oder Stadtteilbibliothek? Schlicht nicht vorhanden.

Die Grünen sprechen von "bedrückenden Zahlen" und "hohem Handlungsbedarf". Sie fordern ein Hearing mit Vertretern aus den lokalen Sozial-, Bildungs- und Gesundheitseinrichtungen sowie der Stadtverwaltung und des Stadtrats. Überdies plädieren die Grünen für die Einrichtung eines Quartiersmanagements, das insbesondere die Situation von Kindern und Jugendlichen in den Blick nehmen soll.

"Soziale Herausforderungen" sieht ebenso die SPD. Deren Fraktion im Bezirksausschuss regt einen Workshop mit Vertretern aus verschiedenen städtischen Referaten an. Zugleich beklagen die Sozialdemokraten, dass sich der Bezirksausschuss "seit vielen Jahren" erfolglos um eine aktive Unterstützung bei der Lösung der Raumprobleme der Mittagsbetreuung bemühe.

Auch werde dem Stadtbezirk Sendling-Westpark seit Langem ein Jugendzentrum in Aussicht gestellt, ohne dass echte Fortschritte wenigstens bei der Planung einer Interimslösung erkennbar würden. Um den Problemen wirksam zu begegnen, bedarf es nach Ansicht der SPD einer "konzertierten Aktion von übergeordneter Seite". Die Stadtteilvertretung kam überein, weitere Schritte zunächst in einem ihrer Unterausschüsse zu erörtern.

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