MünchenWeltkriegsbombe am Westfriedhof gefunden

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Um die Fundstelle werden Überseecontainer gestellt, die mit Wasser gefüllt sind.
Um die Fundstelle werden Überseecontainer gestellt, die mit Wasser gefüllt sind. (Foto: Stephan Rumpf)
  • Bei Bauarbeiten am Wintrichring in Moosach wurde vergangene Woche eine 500 Kilogramm schwere Weltkriegsbombe in 1,20 Metern Tiefe entdeckt.
  • Die Entschärfung ist für Sonntag geplant, wobei etwa 7000 Personen in einem Radius von 700 Metern evakuiert werden müssen.
  • Die Sperrung gilt ab Sonntag 9 Uhr und betrifft auch die Tramlinie 20 sowie vier Buslinien, U- und S-Bahnen sind nicht beeinträchtigt.
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Der 500 Kilogramm schwere Sprengkörper wurde bereits vergangene Woche bei Bauarbeiten am Wintrichring entdeckt. Er soll am Sonntag entschärft werden.

Von Ana Maria März und Joachim Mölter

Bei Bauarbeiten am Wintrichring in Moosach ist eine Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg entdeckt worden. Die Fundstelle befindet sich am Rand des Westfriedhofs, gegenüber dem Amphionpark. Der etwa 500 Kilogramm schwere Sprengkörper liegt nach Angaben der Feuerwehr vom Mittwochmorgen in einer Tiefe von 1,20 Metern in der Erde und sei „aktuell stabil“.

Nach Informationen der SZ wurde der Blindgänger bereits am Dienstag vergangener Woche entdeckt. Da nach Einschätzung von sofort herbeigezogenen Spezialisten des Kampfmittelräumdienstes keine Gefahr für die Bevölkerung bestanden habe, sei die Öffentlichkeit zunächst nicht informiert worden – hauptsächlich, um die Entschärfung in Ruhe vorbereiten zu können und in dieser Zeit weder Panikreaktionen noch eine Art Bomben-Tourismus entstehen zu lassen. Der Fundort sei durchgängig gesichert und überwacht worden, sagte eine Polizeisprecherin.

Wie die Feuerwehr mitteilte, soll die Bombe nun am Sonntag entschärft werden. Zwischenzeitlich seien Überseecontainer organisiert worden, die von Mittwoch an aufgestellt und mit Wasser gefüllt werden, um die Fundstelle abzusichern.

Während der Entschärfung muss ein Bereich im Radius von 700 Metern um den Fundort evakuiert werden. Nach Angaben der Feuerwehr werden davon etwa 7000 Personen betroffen sein, zum größten Teil in Wohngebieten nordöstlich des Friedhofs. Die Sperrung gilt am Sonntag von 9 Uhr an, bis dahin müssen alle Personen den Bereich verlassen haben. Für Menschen, die während der Evakuierung keine Unterkunft haben, wird eine Betreuungsstelle am Gymnasium Moosach eingerichtet. Hilfsbedürftige, die einen Krankentransport benötigen, können sich bis Samstag, 11 Uhr, bei der Integrierten Leitstelle des Rettungsdienstes melden, Telefonnummer: 089/19222.

Von den Sperrmaßnahmen sind auch die Tramlinie 20 sowie die vier Buslinien 51, 143, 164 und 165 betroffen. Wie die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) mitteilte, werde die Tram am Sonntag bereits ab 5.30 Uhr vorzeitig am Westfriedhof wenden; die Buslinien würden ab 6 Uhr umgeleitet. Konkrete Informationen gibt es auf mvg.de/evakuierung sowie in der App MVGO. U- und S-Bahnen seien nicht beeinträchtigt.

Weitere Informationen erhalten Bürgerinnen und Bürger auch über ein Info-Telefon mit der Rufnummer 089/2353-55555. Dieses ist am Mittwoch von 14 bis 18 Uhr, von Donnerstag bis Samstag jeweils von 8 bis 18 Uhr und am Sonntag von 7 bis 14 Uhr besetzt.

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