„Nice Dining“ im Münchner OstenWerksviertel bekommt Restaurant für ausgedehnte Dinner-Abende

Lesezeit: 2 Min.

Die Gastgeber im Nice Dining: Xaver Portenlänger, Chrisoula Tsabrinou und Fabian Huber (von links).
Die Gastgeber im Nice Dining: Xaver Portenlänger, Chrisoula Tsabrinou und Fabian Huber (von links). (Foto: Catherina Hess)

Das Lokal soll eine Lücke in dem aufstrebenden Quartier schließen. Was Münchens Gastro-Szene sonst noch Neues zu bieten hat.

Von Sarah Maderer

Für die Mittagspause hat das Werksviertel kulinarisch inzwischen viel zu bieten, dagegen ist das Angebot am Abend noch überschaubar. Die Geschäftsführer des neuen Restaurants Nice Dining im Bürogebäude „iCampus“ wollen das ändern. Ursprünglich sei auch hier bloß eine Mittagskantine geplant gewesen, doch ein „richtiges“ Restaurant für Geschäftsessen, für ausgedehnte Dinner-Abende oder fürs Feierabendbier habe noch gefehlt, meint Xaver Portenlänger.

Der Wirt und Namensgeber vom Wirtshaus Xaver’s in der Rumfordstraße und seine Geschwister haben sich für ihr neuestes Projekt mit Fabian Huber und Chrisoula Tsabrinou zusammengetan, die bis zuletzt als Küchenchef und Personalleiterin vom Xaver’s für die Familie Portenlänger gearbeitet haben. Mit Nice Dining machen sich die beiden nun selbständig und sind als Gastgeber vor Ort.

Eleganz und Gemütlichkeit im nüchternen Bürokomplex.
Eleganz und Gemütlichkeit im nüchternen Bürokomplex. (Foto: Catherina Hess)

Optisch ist das Lokal ein Hingucker: Kirschholz und roter Samt sorgen für Eleganz und Gemütlichkeit im nüchternen Bürokomplex. Der zentrale Bartresen aus rotem Marmor lädt zum Kaffee am Morgen oder Feierabenddrink mit Barsnack ein. Direkt daneben kann man Huber und seinem Team durch die rundum verglaste Küche bei der Arbeit zusehen.

Huber sieht im Nice Dining die Chance, sich von der Wirtshausküche frei zu kochen. Das Mittagsangebot ist sozusagen die Pflicht, abends folgt die Kür: Wahlweise à la carte oder im Menü (drei bis fünf Gänge) gibt es unter anderem Ceviche von der Lachsforelle, Short Ribs mit Schmorgemüse, Poltinger Lamm in Zwetschgenjus sowie Käse mit Wachauer Marille und Fichtenhonig (Nice Dining, August-Everding-Straße 24, Montag bis Freitag 8 bis 24 Uhr, samstags 17 bis 24 Uhr, Telefon 089/64193480).

Sommerfest mit befreundeten Köchen

Während viele Gastronomen in diesen Tagen ihre Sommerfeste wegen Dauerregens absagen, halten Stefanie Fritz und Johannes Höcherl vom Kulinariat im Westend an ihren Plänen fest. Kommenden Sonntag veranstalten sie ihr erstes Sommerfest, mit dem sie gleichzeitig das fünfjährige Bestehen ihres Gourmet-Bistros feiern wollen.

Zu diesem Anlass bekommen sie Unterstützung von zwei befreundeten Münchner Köchen: Zusammen mit Tantris-Küchenchef Benjamin Chmura und Daniel Bodamer vom Restaurant Brothers servieren sie ein Menü mit sieben Gängen (85 Euro pro Person). Jede der drei Parteien steuert zwei Gänge bei: Höcherl seinen Signature-Salat aus Rohkost und Kräutern sowie Aubergine mit Joghurt-Hummus, Spitzpaprika-Zataar und Gochujang-Ketchup; Bodamer Seeforelle mit Beurre Blanc und gefüllte Gnocchi mit Ricotta, Tomatenbutter und Pfifferlingen; und Chmura ein Oktopus-Carpaccio sowie Softeis mit Beeren.

Aber auch ohne Menü lohnt sich spontan ein Besuch, denn den ganzen Tag über gibt es an der „Frit Corner“ Fried Chicken, Croquetas de Jamon und Tempura Garnelen auf die Hand. Dazu mischt Jörg Krause von der Tantris-Bar Drinks mit und ohne Alkohol, zum Beispiel den „Tipsy Oskar“ aus Gin, Holunder, Rhabarber und Champagner. Sollte das Wetter außerdem doch besser werden als gedacht, wird auch die Terrasse bespielt und auf der Website das Kontingent fürs Menü vergrößert (Kulinariat, Sommerfest am 3. August von 12 bis 18 Uhr, Reservierung über www.daskulinariat.de).

Langos auf dem Viktualienmarkt

Auch der ungarische Stand Szia Szia auf dem Viktualienmarkt lässt sich nicht vom Regen beirren und veröffentlicht diese Woche eine neue Sommerkarte. Die neuen Langos sollen weniger beschweren, erklärt Küchenchef Vincent Sauter, weshalb er dem Weizenteig nun auch Dinkel untermischt und man zwischen frittiert und gebacken wählen kann.

Außerdem nutzt Sauter den Teigfladen nicht mehr nur als Unterlage, sondern setzt ihn kreativer als Brotbeilage ein. Zum Beispiel bestreicht er einen Langos mit dreierlei Dip (Paprika, Kräuter und schwarzer Knoblauch) und serviert ihn zu einer Artischocke im Ganzen, die er zuvor in Soja, Weißwein, Essig, Koriander- und Fenchelsaat eingelegt hat. Neben vier weiteren Langos-Kreationen gibt es außerdem neue Beilagen wie Fenchelsalat und Gazpacho sowie Spaghettieis auf Palatschinken zum Dessert (Szia Szia, Viktualienmarkt 3, Montag bis Samstag 12 bis 17 Uhr).

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