Sobald genug Fahrgäste zusammengekommen sind, dreht das Riesenrad gegenüber vom Good Greens Deli im Werksviertel seine Runden. Doch anders als die Touristenattraktion füllt sich das Café am Tag des Besuchs schnell. Da ist die junggebliebene Freundesgruppe, eine Familie, Freundinnen, die einander von den vergangenen Wochen berichten.
Im Außenbereich hat sich das Good Greens Deli mit Metallstühlen dem Industriecharme des Werkviertels angepasst, die Innenrichtung mit weißen Tischen und den hellen Stühlen aus Holz ist schnörkellos und dabei doch nicht ungemütlich. Auf den Tischen stehen frische Tulpen, die Küche ist offen, gibt den Blick frei auf all die Gerichte, die man noch gerne bestellen würde. Zum Frühstück sind das vor allem verschieden belegte Brote. Hier ist, wie bei vielen anderen Gerichten der Name des Cafés übrigens Programm: Gesund, das beweist das Good Greens Deli, muss nicht weniger Geschmack bedeuten.
Das hübsch angerichtete „Benedict O Mega Bread“ (13,90 Euro) etwa ist beladen mit Lachs, Spinat, Kirschtomaten und Senf-Dill-Hollandaise. Und das Wort beladen ist hier im besten aller Sinne zu verstehen: Endlich gibt es mal genug Soße. Zum Brot gibt es einen „Feeling da Beet“ (6,50 Euro), einen frischgepressten Saft aus Roter Bete, Apfel, Orange, Karotte, Ingwer und Zitrone, und einen Brownie, der genau den richtigen Grad an Süße hat.
Neben Broten und Toasts (ab 8,90 Euro) gibt es eine Auswahl an Bowls (6,50 bis 12,50 Euro), warme Gerichte wie Shakshuka (13,50 Euro) oder einen Frühstücksburger (12,90 Euro). Viele Gerichte sind glutenfrei oder können auf Wunsch glutenfrei bestellt werden, das Brot dafür kommt von der Bäckerei echt jetzt. Generell ist hier viel vegan oder vegetarisch, es gibt aber auch Gerichte mit Fisch oder Fleisch.
Neben den üblichen Kaffeevariationen kann man zwischen zwei Proteinshakes wählen: den „Berry Glow Kefir“ mit Erdbeeren, Datteln und Chiasamen oder den „Peanut Bliss“ mit Erdnussbutter, Banane, Zimt sowie ebenfalls Datteln und Chiasamen (ab 8 Euro). Wer etwas zum Anstoßen braucht, kann mit einem Glas Mimosa (6,50 Euro) in den Tag starten.


Inhaberin Bianca Schauer erklärt das vielseitige Angebot damit, dass sie eine breite Zielgruppe erreichen wolle. Ihr Motto: „Iss alles, aber iss Qualität!“ Schauer ist es deshalb wichtig, dass die Gerichte, die sie serviert, viele Nährstoffe enthalten.
Angefangen hat Good Greens Deli als Cateringservice, Schauer hat es 2014 gegründet. Sie habe das „leidenschaftlich gerne“ gemacht, sagt sie. „Nichtsdestotrotz war ich die Hetzjagd durch die Stadt im Kampf gegen die Zeit irgendwann leid.“ Stets habe sie mit Liebe Kisten gepackt, nie aber die Reaktion der Kunden gesehen. Caterings bietet Schauer noch heute an, seit Oktober 2025 steht das Café aber an erster Stelle – und ist seitdem der perfekte Ort zum Frühstücken im Werksviertel, egal ob man nun gerade vom Sport oder vom Feiern kommt.
Good Greens Deli, Atelierstraße 16, Öffnungszeiten: Montag bis Donnerstag von 8.30 bis 16 Uhr, Samstag und Sonntag von 9 bis 16 Uhr, Frühstück gibt es wochentags bis 11 Uhr, an Samstagen und Feiertagen den ganzen Tag.

