Demonstration am Münchner KarlsplatzWasserschlacht für mehr Klimaschutz

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Bei der Wasserschlacht zeigt sich, dass Demonstrieren für den Klimaschutz auch vergnüglich sein kann.
Bei der Wasserschlacht zeigt sich, dass Demonstrieren für den Klimaschutz auch vergnüglich sein kann.
Johannes Simon

Ausgerüstet mit Eimern, Spritzpistolen und Wasserbomben demonstrieren etwa 200 Menschen am Münchner Stachus für mehr Klimaschutz und haben ziemlich viel Spaß dabei. Eine Aktion, die auch kritisiert wird.

Von Stephan Handel

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Pitschnass, aber glücklich – so beschreibt sich Daniel Tonnar Leyva selbst, kaum dass sein großer Event vorbei ist. „Das war ein voller Erfolg“, meint er. Und ein Spaß noch dazu: Leyva hat am frühen Samstagnachmittag an den Münchner Stachus geladen zum „Munich Splash gegen den Klima-Crash“, was mit „Planschen für das Klima“ wohl angemessen übersetzt wäre.

Leyva war dieses Jahr im Februar erstmals ins Licht der Münchner Öffentlichkeit getreten, als er zu einer Schneeballschlacht an der Alten Pinakothek aufgerufen hatte. Es kamen etwa 300 Leute, und Post vom Kreisverwaltungsreferat: Bei all der Begeisterung hatte Leyva übersehen, dass er die Veranstaltung hätte anmelden müssen. Dieser Fehler ist ihm jetzt nicht noch einmal passiert – alles war ordnungsgemäß registriert, wofür Leyva sich der Stadtratsfraktion der Linken bedient hatte. 500 Teilnehmer prognostizierte die Anmeldung.

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Das war ein bisschen weit nach oben gegriffen, wie sich herausstellte. Der Organisator spricht von etwa 200 Besuchern, so viele hat die Polizei auch gezählt, die ansonsten, wie sie sagte, einen ruhigen, wenn auch heißen Nachmittag am Karlsplatz erlebte: keine besonderen Vorkommnisse.

Außer natürlich die Wasserschlacht. Die meisten Teilnehmer kamen wohlweislich schon in Badekleidung und hatten sich außerdem mit Spritzpistolen verschiedener Größen und Eimern ausgerüstet. Und auch die gute alte Wasserbombe fand ihren Auftritt; dafür braucht man ja auch nur einen Luftballon oder eine Plastiktüte und eben Wasser.

Organisator Daniel Tonnar Leyva (Bild) zeigt sich nass und glücklich. Er betont, dass bei der Wasserschlacht das Wasser des Stachus-Brunnens genutzt werde, das einem Kreislauf entstamme.
Organisator Daniel Tonnar Leyva (Bild) zeigt sich nass und glücklich. Er betont, dass bei der Wasserschlacht das Wasser des Stachus-Brunnens genutzt werde, das einem Kreislauf entstamme.
Johannes Simon
Zwei von etwa 200 Teilnehmern und Teilnehmerinnen, angemeldet waren 500.
Zwei von etwa 200 Teilnehmern und Teilnehmerinnen, angemeldet waren 500.
Johannes Simon

Leyva verschweigt die Kritik nicht, die ihn in den vergangenen Tagen erreicht hat: dass gerade in Zeiten, in denen wegen der anhaltenden Trockenheit zum Wassersparen aufgerufen wird, nun aus Spaß Wasser verspritzt werde. Der Organisator weist jedoch darauf hin, dass sie das Wasser des Stachus-Brunnens verwendet hätten, und das entstamme einem Kreislauf, sei also kein Frischwasser.

Zudem sollte eben nicht nur aus Jux und Tollerei herumgespritzt werden: Die Initiatoren wollten mit der Aktion gerade auch darauf aufmerksam machen, dass München und Deutschland sich derzeit durch den heißesten Sommer seit Beginn der Wetteraufzeichnungen schwitzen – und dass Politik und Industrie ihrer Ansicht nach nichts dagegen tun. Das erklärten auch verschiedene Redner am Stachus.

Für Daniel Tonnar Leyva ist die Wasserschlacht vom Karlsplatz deshalb nur der Anfang: „Mein Traum wäre es, so etwas mal am Eisbach im Englischen Garten mit 1000 Leuten zu veranstalten. Der Anlass besteht ja weiterhin – kälter wird's ganz bestimmt nicht.“

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