Wegen eines Warnstreiks müssen Münchner Patientinnen und Patienten mit Einschränkungen rechnen. Die Beschäftigten der Universitätskliniken Klinikum rechts der Isar (TUM) und Klinikum Großhadern (LMU) beteiligen sich am Dienstag am bundesweiten Streik, der bis zum Mittwoch dauert. Das gab die Gewerkschaft Verdi am Sonntagabend bekannt.
„Die Beschäftigten an den Münchner Unikliniken arbeiten unter hohem Druck und mit viel zu wenig Personal sieben Tage die Woche, rund um die Uhr“ teilt Claudia Weber, Geschäftsführerin von Verdi München, mit. „Dass die Arbeitgeber noch immer kein ernstzunehmendes Angebot vorgelegt haben, zeugt von mangelnder Wertschätzung für die tägliche Arbeit der Beschäftigten in den Universitätskliniken.“
In den Kliniken ist mit Einschränkungen zu rechnen, die Notfallversorgung bleibe aber sichergestellt, heißt es. Verdi rechnet mit einer hohen Beteiligung der Beschäftigten. Eine Streikversammlung ist für den Dienstagmorgen im Fat Cat geplant.
Auch in anderen Bundesländern legen Beschäftigte von Unikliniken und Hochschulen in den kommenden Tagen ihre Arbeit nieder. Es geht um das Entgelt für Pflegerinnen und Pfleger, Labormitarbeiter, Verwaltungsmitarbeiter, Serviceassistenten und andere Beschäftigte. Um Ärzte geht es bei den Warnstreiks nicht, da deren Bezahlung über einen Tarifvertrag der Ärztegewerkschaft Marburger Bund geregelt ist.

