Energieversorgung in München:Stadtwerke rechnen Wärmepumpen-Strom zum günstigsten Tarif ab

Energieversorgung in München: Eine Wärmepumpe (Symbolbild).

Eine Wärmepumpe (Symbolbild).

(Foto: Andrea Warnecke/dpa-tmn)

Damit sich die klimafreundliche Technologie noch lohnt, wollen die Münchner Stadtwerke Wärmepumpen-Besitzer entlasten. Was das konkret bedeutet.

Die Stadtwerke München (SWM) haben angekündigt, ab Januar eine Bestabrechnung für Wärmepumpen-Strom einzuführen. In einer Pressemitteilung heißt es, "als klimabewusstes Unternehmen" wolle man auf diese Weise einen Beitrag zur Energiewende leisten. Wärmepumpen seien ein zentraler Baustein für das Gelingen; sie gelten als klimaschonend, aber auch als stromintensiv.

Und die extrem gestiegenen Preise an der Strombörse führen aktuell nicht nur zu hohen Kosten für Besitzer von Wärmepumpen, sie schreckten auch vom Neukauf ab. Um der Entwicklung gegenzusteuern, "mindern die SWM die Mehrbelastung auf Kundenseite und tragen einen Teil der Mehrbelastung selbst", teilt das Unternehmen mit.

Den Strom für Wärmepumpen bieten die Stadtwerke in der Regel mit zwei Tarifen an: einmal mit einem höheren Preis in der Hauptverbrauchszeit am Tag (Starklast, 75,24 Cent pro Kilowattstunde) und einem niedrigeren Preis in der Nacht (Schwachlast, 34,72 Cent pro Kilowattstunde). Zusätzlich gibt es einen gemittelten Tarif, da liegt der Preis (50,42 ct/kWh) zwischen Tag- und Nachtstrom. Vom 1. Januar an werde nun "in Abhängigkeit des Verbrauchs zur jeweils günstigsten Tarifart" abgerechnet.

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