Prozess um Messerstiche in den NackenWie eine Silvesterparty völlig eskalierte

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Vor dem Landgericht München muss sich der Angeklagte wegen versuchten Mordes verantworten.
Vor dem Landgericht München muss sich der Angeklagte wegen versuchten Mordes verantworten. Matthias Balk

Ein Gast klaut eine Playstation, ein anderer soll den Dieb mit einem Küchenmesser attackiert haben: Über eine Feier von vier Freunden - die für einen beinahe tödlich endet.

Von Andreas Salch

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Vier Freunde feierten gemeinsam Silvester - einer von ihnen soll die Party fast nicht überlebt haben. Die jungen Männer trafen sich am Abend des 31. Dezember 2023 in der Wohnung von Oliver Z. (Name geändert) in München-Freiham. Als einer der Gäste in den frühen Morgenstunden des Neujahrstages die Spielekonsole von Oliver Z. stahl, eskalierte die Situation. Der 24-jährige Albin K. stellte den Dieb. Es handelte sich um Besim R. (Name geändert).

Kurze Zeit später soll Albin K. den 21-Jährigen mit einem Küchenmesser mit einer fast 20 Zentimeter langen Klinge mindestens viermal unter anderem in den Nacken gestochen haben. Dabei wurden die innere linke Halsschlagader sowie zwei Venen eröffnet. Besim R. verlor so viel Blut, dass er fast gestorben wäre. Albin K., der mutmaßliche Täter, muss sich für die Attacke jetzt wegen versuchten Mordes vor einem Schwurgericht am Landgericht München I verantworten.

Laut den Ermittlungen der Staatsanwaltschaft hatte Besim R. die Playstation samt einem dazugehörigen Controller irgendwann nach Mitternacht an sich genommen und die Wohnung von Oliver Z. verlassen. Der Angeklagte Albin K. und ein weiterer Gast, die auf die Straße gegangen waren, trafen Besim R. dort und sprachen ihn auf die Playstation an. Es kam zum Streit. Die jungen Männer prügelten sich.

Albin K., der dabei einige Faustschläge im Gesicht abbekam, nahm die Spielekonsole an sich und ging zurück in die Wohnung von Oliver Z. Ebenso der mutmaßliche Dieb, Besim R. Nach kurzer Zeit gerieten die beiden wieder aneinander. Oliver Z. setzte den 21-Jährigen daraufhin vor die Tür. Allerdings hatte dieser noch immer den Controller seiner Playstation.

Oliver Z. rief Besim R. deshalb an. Er kam zurück. Da Albin K. angeblich noch immer wütend war, weil Besim R. ihn bei der Schlägerei mit Fäusten ins Gesicht geschlagen hatte, soll er den Plan gefasst haben, sich an ihm zu „rächen“, heißt es in der Anklage. Albin K. ging deshalb mit Oliver Z. zusammen auf die Straße. Als er Besim R. sah, soll Albin K. sofort auf ihn eingestochen haben. Danach ging er zurück in die Wohnung von Oliver Z. Dort fand eine Streife der Polizei den 24-Jährigen schlafend auf einem Sofa. Der Prozess wird fortgesetzt.

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