Matthias Rajmann steht hoch oben über der Kreuzung am Giesinger Berg vor der Heilig-Kreuz-Kirche und blickt Richtung Südwesten. Dorthin, wo das Isarhochufer abbricht und mehr als einen Kilometer Luftlinie dahinter der Fluss durch München fließt. Doch an den Sehnsuchtsort Isar zu gelangen, ist von Giesings Höhen aus gar nicht so einfach – insbesondere nicht für Fahrradfahrer. „Die Brücke – das wär es“, sagt Rajmann und deutet auf die andere Seite der Kreuzung und zur evangelischen Lutherkirche. „Hinter der Kirche würde die Brücke auf die Bergstraße einbiegen. Das wäre die perfekte Verbindung – vom Gasteig bis nach Harlaching.“
Neue Brücke am Giesinger BergZehn Millionen Euro teure Abkürzung für Radfahrer
Lesezeit: 4 Min.

Am Giesinger Berg soll eine neue Brücke für Fußgänger und Radfahrer als „Statement“ für München entstehen. Selbst die sonst so radlkritische CSU befürwortet den Bau – mit einem Hintergedanken.
Von Martin Mühlfenzl

Was Münchner über Verkehr denken:„Ich habe mir wieder ein Auto gekauft“
Natürlich verzögert sich die Weiterfahrt irgendwann auf unbestimmte Zeit: Die SZ ist einen Tag unterwegs auf der Stammstrecke, um mit Münchnerinnen und Münchnern über den Verkehr zu sprechen – und trifft auf entspannte Pendler, Desillusionierte und eine begeisterte Radlerin, die sich vor Kurzem ein Auto angeschafft hat.
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