Aus allen Himmelsrichtungen wird sich der Protestzug aus Zweirädern an diesem Sonntag, 14. Juni, auf die Landeshauptstadt zubewegen. Diejenigen, die in Rosenheim starten, werden schon von 9.30 Uhr an in die Pedale treten müssen. Die Demo-Teilnehmer, die sich von Nymphenburg aus auf die deutlich kürzere Reise machen, starten indes erst gegen 14 Uhr. Aber egal, von wo aus die Teilnehmer der Sternfahrt des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) aufbrechen – sie werden sich alle um 15.30 Uhr zur finalen Kundgebung am Königsplatz versammeln.
Zum vierten Mal nach 2023 rufen der ADFC und der Radentscheid München Fahrradfahrer aus München und der Region dazu auf, auf der Straße für eine bessere Radinfrastruktur zu demonstrieren. Unter dem Motto „Die Zukunft fährt Rad!“ fordern die Initiatoren etwa sichere, vom Autoverkehr getrennte Radwege, ein lückenloses Radwegenetz ohne gefährliche Kreuzungen oder autofreie Zonen vor Schulen und Kitas. Aber auch Tempo 30 als Regelgeschwindigkeit in der Stadt sind dem ADFC und dem Radentscheid ein Anliegen.
Vier Routen starten im Stadtgebiet, zehn Routen aus dem Umland zum Königsplatz
Die Sternfahrt ist aber längst mehr als eine reine Demonstration. Sie wird von Zigtausenden Teilnehmerinnen und Teilnehmern als ein buntes Happening gefeiert – mit einem gewissen sportlichen Anspruch. Insgesamt zehn Routen führen aus dem Münchner Umland ins Zentrum der Landeshauptstadt: die nach Kilometern längsten aus Augsburg (84,2 Kilometer), Freising (74,4) und Rosenheim (73,4). Startpunkte für die Umland-Strecken sind zudem Markt Schwaben, Grafing, Holzkirchen, Wolfratshausen, Tutzing, Herrsching und Petershausen.
Und es gibt vier sogenannte M-Routen, die im Münchner Stadtgebiet starten. In Nymphenburg am südlichen Schlossrondell, in der Studentenstadt am Park-and-Ride-Platz, am Piusplatz in Berg am Laim sowie an der Grünanlage Baierbrunner Straße nahe der S-Bahn-Haltestelle Siemenswerke. Alle genauen Startzeiten finden sich auf der Homepage des ADFC München.
Geradelt wird ausschließlich auf autofreien Straßen, teilweise auf dem Mittleren Ring. Autobahnen werden in diesem Jahr nicht befahren. Wenn alle 14 von der Polizei begleiteten Demozüge am Königsplatz angekommen sind, startet das Bühnenprogramm. In diesem Jahr hat auch Münchens Oberbürgermeister Dominik Krause (Grüne) sein Kommen angekündigt.

