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Landgericht München:Vergewaltigung mit Wolfsmaske: Prozess startet im März

Elfjährige in München vergewaltigt

Juni 2019: Eine Polizistin sucht mit einem Suchhund in Obergiesing nach Hinweisen. Die Maske wurde schließlich nach einem Hinweis des mutmaßlichen Täters gefunden.

(Foto: dpa)

Im Sommer 2019 wurde in Obergiesing ein elfjähriges Mädchen vergewaltigt. Nun kommt der mutmaßliche Täter vor Gericht, er ist wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern vorbestraft.

Mehr als anderthalb Jahre nach der Aufsehen erregenden Vergewaltigung eines Mädchens in München beginnt Anfang März der Prozess gegen den mutmaßlichen Täter. Der Mann soll sich mit einer Wolfsmaske getarnt und das damals elf Jahre alte Kind im Sommer 2019 am helllichten Tag im Stadtteil Obergiesing in ein Gebüsch gezerrt und vergewaltigt haben. Wie sein Anwalt Adam Ahmed der Deutschen Presse-Agentur sagte, ist der Prozessbeginn am Landgericht München I für den 3. März angesetzt.

Der Angeklagte ist wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern vorbestraft und kam nach der Tat in die geschlossene Abteilung einer psychiatrischen Klinik. Die Wolfsmaske wurde in einem Abfallcontainer in der Nähe seines Wohnortes gefunden, nachdem er den Ermittlern gesagt hatte, wo sie suchen müssen.

Die Tat hatte eine Debatte über die Resozialisierung von Sexualstraftätern ausgelöst. Denn der Tatverdächtige war schon zuvor für einige Jahre in einem psychiatrischen Krankenhaus untergebracht und lebte vor der Tat in einer therapeutischen Wohngemeinschaft. "Der Verdächtige war aufgrund richterlicher Entscheidung im Maßregelvollzug untergebracht und befand sich in der Lockerungsstufe des sogenannten Probewohnens", teilte das Amt für Maßregelvollzug nach der Festnahme des Mannes mit.

© SZ.de / dpa/kast
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