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Nach Hitzewelle:Schwere Unwetter über München und Umgebung

Bei der Bahn kommt es zu Verspätungen und Ausfällen: Die S1 ist gesperrt, zwischen München und Landshut fahren keine Züge.

Schwere Unwetter sind vor allem über den Süden Bayerns hinweggezogen. Für München, das südliche Umland und Teile Schwabens galt die höchste Unwetterwarnstufe lila. Der Wetterdienst warnte unter anderem vor Hagel mit Korngrößen von bis zu fünf Zentimetern Durchmesser. Große Einsätze blieben für die Münchner Feuerwehr aber aus. "Ab 23 Uhr sind wir zu etwa 50 kleineren Einsätzen ausgerückt", sagte ein Sprecher am Dienstagmorgen. Hauptsächlich waren Straßen überflutet und Keller vollgelaufen.

Auch im Kreis Starnberg galt zeitweise die höchste Unwetter-Warnstufe. Die Wolken entluden sich mit bis zu drei Zentimeter großen Hagelkörnern und massivem Regen. Aber auch hier berichtete die Feuerwehr zunächst nur von kleineren Einsätzen.

Bei der Münchner S-Bahn kam es aufgrund der starken Unwetter zu Störungen. So meldete die Deutsche Bahn um kurz vor Mitternacht, dass es im gesamten Streckennetz zu Beeinträchtigungen komme. Fahrgäste müssten mit Verzögerungen und Teilausfällen rechnen sowie mit kurzfristigen Zugwenden. Unter anderem war die S-Bahn-Strecke der S 1 in beide Richtungen bis in den Nachmittag hinein gesperrt - zwischen Freising und Neufahrn. Grund ist eine Oberleitungsstörung. Die Bahn richtete einen Schienenersatzverkehr mit Taxis ein. Wegen der Störung ist auch der Zugverkehr auf der Bahnstrecke München - Landshut beeinträchtigt. Manche Züge fallen aus, andere enden in Freising. Auch die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) meldete "erhebliche Behinderungen".

Laut Deutschem Wetterdienst bestimmt feuchtwarme Luft subtropischen Ursprungs weiterhin das Wetter in Bayern. Von Dienstagnachmittag an soll es von Südwesten schwere Gewitter geben mit lokal heftigem Starkregen, kleinkörnigem Hagel und Böen. Schwerpunkt sind den Vorhersagen zufolge der Süden und die Mitte Bayerns. Die Temperaturen dürften nach den Prognosen des DWD auf Werte zwischen 22 Grad in den Mittelgebirgen und 29 Grad an der unteren Donau zurückgehen.

In Franken hatten Unwetter schon in der Nacht zum Montag für überflutete Keller und Straßen, umgefallene Bäume, Brände und weitere Sachschäden gesorgt. Wie ein Sprecher des Polizeipräsidiums Oberfranken sagte, kam es aufgrund des Unwetters im ganzen Regierungsbezirk zu knapp 60 Feuerwehreinsätzen. Es sei eine äußerst unruhige Nacht gewesen. In Mittelfranken kam es nach Angaben eines Polizeisprechers vor allem zu überfluteten Kellern und Straßen. Blitzeinschläge sorgten außerdem für kleinere Brände. Verletzte gab es nicht. Die Berufsfeuerwehr Nürnberg berichtete von rund 60 Einsätzen in der Nacht. Im Nürnberger Stadtteil Wöhrd sei der Dachstuhl eines Hauses in Brand geraten. Die Feuerwehr löschte die Flammen. Zuvor hatten sich bereits die Bewohner des Hauses in Sicherheit gebracht.

© SZ.de/dpa/berj/infu/jael/vewo/kast/van
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