Münchner Olympiahalle:„Offenbarungen und Seltsames“: Wie die umstrittene Glaubenskonferenz Unum ablief

Lesezeit: 5 min

„Unum 24 – eins sein“ heißt die Glaubenskonferenz in der Olympiahalle. (Foto: Robert Haas)

Drinnen geht es um den Heiligen Geist – und um Geld. Draußen äußern Demonstranten die Sorge, die spirituelle Sehnsucht von Gläubigen werde für handfeste Ziele instrumentalisiert. Ein Besuch.

Von Martin Bernstein

„Más!“, ruft der Mann mit dem Mikrofon in die Menge. „Mehr!“ Immer und immer wieder. „Más! Más! – Mehr! Mehr!“ Und er bekommt mehr: mehr Menschen, die verzückt die Arme in die Höhe recken, mehr von Schweiß und wohl auch mehr tränennasse Gesichter, mehr Menschen, die zu zittern anfangen, als das Wort „zittern!“ fällt, mehr Menschen, die schrill zu lachen beginnen auf eine Art, die man unter anderen Umständen wohl als hysterisch bezeichnen würde. Und mehr Menschen, die zu Boden sinken, als der Prediger sie berührt.

Zur SZ-Startseite

SZ PlusUmstrittene Großveranstaltung
:Eine Glaubenskonferenz, die spaltet

In der Münchner Olympiahalle treffen sich Tausende Christen. Hauptredner ist ein US-amerikanischer Prediger, der die Aufhebung der Säkularisation fordert. Die Organisatoren wollen angeblich „Trennendes überwinden“. Bürgermeisterin Verena Dietl bezeichnet das als „grotesk“.

Von Joachim Mölter, Andrea Schlaier

Lesen Sie mehr zum Thema

Jetzt entdecken

Gutscheine: