Die Zeit, um es richtig einschätzen zu können, sei mit nur knapp zwei Wochen ein wenig zu kurz gewesen, sagt Judith Wegener, aber sie hat doch das Gefühl: Das Bierverkaufsverbot nach 22 Uhr für die Kioske im Uni-Viertel, „ein bisschen was hat’s schon gebracht“. Dass Bürgermeister Dominik Krause (Grüne) das Verbot nun ohne große Not schon wieder gekippt habe, versteht die 63-Jährige, die in der Schellingstraße wohnt, deshalb nicht. Die Zustände hätten schließlich zuletzt an eine „Art Ballermann“ erinnert. Wobei sie auch sagt, dass der Weisheit letzter Schluss wohl auch dieses Verbot nicht gewesen sei.
Verbot nach 22 Uhr gestopptWie der Bierverkauf das Uni-Viertel spaltet
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Die Stadt erlaubt Kiosken nach nur zwei Wochen, nachts wieder Bier anzubieten. Das Unverständnis von Anwohnern und Politik über diese Kehrtwende ist groß, die Freude aber auch.
Von Jacqueline Lang und Joachim Mölter

Alkoholverbot nach 22 Uhr in München:Nachtleben oder Nachtruhe? Was ist wichtiger?
Weil sich Nachbarn im Uni-Viertel über Lärm beschweren, dürfen Kioske nach 22 Uhr keinen Alkohol mehr verkaufen. Eine Annäherung an die schwierige Frage, wie viel Trubel die Menschen dort aushalten müssen.
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