Amt für Wohnen und Migration:Stadt stockt Personal für Ukraine-Hilfe auf

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Amt für Wohnen und Migration: Für die Betreuung der Flüchtlinge aus der Ukraine braucht das Sozialreferat mehr Personal.

Für die Betreuung der Flüchtlinge aus der Ukraine braucht das Sozialreferat mehr Personal.

(Foto: Matthias Balk/dpa)

Das Sozialreferat soll mehr als 30 weitere Stellen für die Betreuung und Versorgung der Flüchtlinge in München bekommen. Doch auch das dürfte nicht reichen, um die Aufgaben zu bewältigen.

Von Sven Loerzer

Um die vielen Aufgaben bei der Hilfe für Geflüchtete aus der Ukraine bewältigen zu können, muss das Sozialreferat sein Personal erneut aufstocken. Im Mai genehmigte der Stadtrat bereits 57 Stellen, nun sollen dazu noch weitere 33 Stellen im Amt für Wohnen und Migration kommen. Und damit dürfte es noch nicht getan sein. Sozialreferentin Dorothee Schiwy (SPD) macht in ihrer Beschlussvorlage für den Sozialausschuss am Donnerstag deutlich, dass "weitere erhebliche Bedarfe" bestehen.

Zehn Vollzeitstellen veranschlagt das Sozialreferat allein zur Betreuung von vulnerablen Geflüchteten in Wohnungen, die von der Wohnungsgesellschaft Gewofag angemietet werden sollen. Die Gewofag verfüge in Ramersdorf-Süd über etwa 1000 Wohnungen mit ein bis vier Zimmern. Für die anstehende Quartiersentwicklung sei noch nicht entschieden, welche Häuser erhalten und welche abgerissen werden sollen. Alle frei werdenden Wohnungen, etwa 40 pro Jahr, würden im Hinblick darauf dem Sozialreferat zur Zwischennutzung für mindestens drei Jahre angeboten. Schiwy rechnet mit etwa 100 Bettplätzen für dieses Jahr und jeweils weiteren 150 in den nächsten beiden Jahren.

Zwei zusätzliche Stellen für drei Jahre soll die Koordinationsstelle Dolmetschen erhalten aufgrund des enormen Bedarfs. Zu dem Pool von bisher 80 Dolmetscherinnen und Dolmetschern sind weitere 140 unter Vertrag genommen worden. Verstärkung benötigt auch die Servicestelle zur Erschließung ausländischer Qualifikationen. Viele Geflüchtete aus der Ukraine müssen ihre Abschlüsse anerkennen lassen, um entsprechend ihrer Qualifikation arbeiten zu können. Die Wartezeit für eine Beratung sei seit Kriegsbeginn sprunghaft angestiegen und beträgt laut Schiwy bis zu 18 Wochen, "mit steigender Tendenz".

Auch in anderen Tätigkeitsbereichen des Wohnungsamts ist mehr Personal notwendig. So soll die Abteilung, die sich um Planung und Betrieb von Unterkünften kümmert, befristet 16 Stellen zusätzlich erhalten, um die nötigen Unterbringungskapazitäten schaffen zu können. 2,5 Stellen zusätzlich sind befristet für das Projekt "Willkommen in München" vorgesehen, das mit hohem Einsatz von Ehrenamtlichen Geflüchtete unterstützt. Insgesamt summieren sich die Kosten für alle nun von der Sozialreferentin beantragten zusätzlichen Stellen im nächsten Jahr auf einen Betrag in Höhe von 2,4 Millionen Euro.

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