Als Suli Kurban 1988 in Ürümchi, einer autonomen Region im nordwestlichen China, zur Welt kommt, weiß sie noch nicht, dass allein ihre Existenz politisch ist. Zwar habe sie schon früh gelernt, dass es Dinge gibt, über die sie besser nicht in der Schule spricht. Aber alles in allem sei ihre Kindheit behütet und unbeschwert gewesen, erinnert sich die heute 38-Jährige. Welche Kraft es ihre Eltern gekostet haben muss, sie und ihren Bruder die eigene Angst nicht spüren zu lassen, das begreift Kurban erst Jahre später, fern ihrer ersten Heimat.
Uigurische Filmschaffende in MünchenFür sie ist Heimat vor allem ein Gefühl
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Die Hochschule für Fernsehen und Film ist einer jener Orte in München, die Suli Kurban besonders geprägt haben.
Foto: Florian PeljakAls Kind flieht Suli Kurban mit Mutter und Bruder nach Deutschland – die Familie gehört dem Volk der Uiguren an. Heute sieht sich die erfolgreiche Filmschaffende als Münchnerin. Über eine Frau, deren Superkraft viel mit ihren Erfahrungen der Ausgrenzung zu tun hat.
Von Jacqueline Lang
