Ramersdorf:Falscher Alarm löst Einsatz in U-Bahn aus

Ramersdorf: Der Mann betätigte zwischen Karl-Preis-Platz und Innsbrucker Ring die Notbremse.

Der Mann betätigte zwischen Karl-Preis-Platz und Innsbrucker Ring die Notbremse.

(Foto: Frank Leonhardt/dpa)

Ein Mann löst eine Notbremsung aus und behauptet, jemand sei mit Pistole im Waggon. Die Polizei rückt mit Spezialkräften an.

Mit einem falschen Alarm in der U-Bahn hat ein Mann im Münchner Stadtteil Ramersdorf einen größeren Polizeieinsatz ausgelöst. Nach Polizeiangaben vom Dienstag betätigte der 78-Jährige am späten Montagabend während der Fahrt die Notbremse in einem Zug der Linie U2. Dann habe er über die Sprechanlage Kontakt mit dem Fahrer aufgenommen und behauptet, im Waggon sei jemand mit einer Pistole.

Spezialkräfte der Polizei rückten an und evakuierten den Zug, der zwischen den Stationen Karl-Preis-Platz und Innsbrucker Ring stand. Etwa 90 Personen wurden durch den Tunnel zur nächstgelegenen U-Bahn-Station in Sicherheit gebracht.

Rund 50 Polizistinnen und Polizisten, darunter auch Beamte des Spezialeinsatzkommandos SEK, waren beteiligt. Schließlich hatten zunächst auch ein Anschlag oder eine Geiselnahme nicht ausgeschlossen werden können. Nach intensiver Überprüfung stellte sich jedoch heraus, dass niemand in dem U-Bahn-Waggon eine Waffe bei sich gehabt hatte.

Der Mann, der den Alarm ausgelöst hatte, sei bereits zuvor vermisst gemeldet worden und leide offenbar an einer psychischen Erkrankung, teilte die Polizei mit. Die Beamten brachten den 78-Jährigen in eine psychiatrische Einrichtung.

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