MeinungRechtsstreit um Entlassung einer ÄrztinWelche Frau soll sich da noch trauen, Übergriffe anzuzeigen?

Kommentar von Uwe Ritzer

Lesezeit: 1 Min.

Der TUM-Campus für Sportwissenschaften liegt im Münchner Olympiapark.
Der TUM-Campus für Sportwissenschaften liegt im Münchner Olympiapark. Alessandra Schellnegger

Die TU München trägt stolz den Titel einer Exzellenzuniversität. Doch im Umgang mit den Gewaltvorwürfen einer Oberärztin gegen ihren Chef erinnert ihr Vorgehen an rustikale Methoden einer Hinterhofklitsche.

Erst vor wenigen Tagen bekam die TU München bescheinigt, eine Exzellenzuniversität zu sein. Sie darf sich weitere sieben Jahre so nennen, ihrer wissenschaftlichen Expertise wegen. In Sachen Personalführung und Krisenmanagement verdient die TU dieses Prädikat nicht. Zumindest nicht im Fall der Sportmedizinerin, die ihrem Vorgesetzten, einem Lehrstuhlinhaber und Chefarzt, einen tätlichen Übergriff vorwarf – und wenig später rausflog. Der Umgang allen voran von TU-Präsident Thomas Hofmann und den anderen Verantwortlichen mit der Frau und dem Fall erinnert an die rustikalen Methoden einer Hinterhofklitsche und nicht an das, was man von der Führung einer Institution von internationalem Ruf erwarten darf.

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Rechtsstreit um Entlassung einer Ärztin am TU-Sportcampus
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SZ PlusVon Uwe Ritzer

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