ObergiesingVier Löwen-Fans nach Graffiti-Schmierereien festgenommen

Anhänger der „Sektion Stadionverbot“ dürfen nicht in Fußballstadien, reisen aber trotzdem zu Auswärtsspielen ihrer Mannschaften. (Archivbild)
Anhänger der „Sektion Stadionverbot“ dürfen nicht in Fußballstadien, reisen aber trotzdem zu Auswärtsspielen ihrer Mannschaften. (Archivbild) Christoph Reichwein/dpa

Mit einem der Graffiti sollen die Verdächtigen gegen Stadionverbote protestiert haben. Einer von ihnen wird bereits als „Gewalttäter Sport“ geführt.

Die Polizei hat vier Anhänger des TSV 1860 München wegen Sachbeschädigung festgenommen. Ihnen wird vorgeworfen, an zwei Gebäuden an der Schwanseestraße in Obergiesing großflächige Graffiti gesprüht und dadurch einen Schaden von mehreren 1000 Euro verursacht zu haben.

Ein Anwohner hatte in der Nacht auf Samstag gegen 1.50 Uhr die Sprayer beobachtet und die Polizei verständigt. Die vier Verdächtigen im Alter von 16, zwei Mal 19 und 21 Jahren saßen unweit des Tatorts in einem Auto. Bei ihnen wurden mehrere Sprühdosen mit Farbe gefunden. Bei der Durchsuchung der Wohnungen wurden weitere Spraydosen, Schablonen, Handys und Laptops sichergestellt.

Die Graffiti haben jeweils eine Größe von acht mal zwei Metern. Eines besteht aus den Buchstaben „TSV“, das andere lautet SEK-SV. Das ist die Abkürzung von „Sektion Stadionverbot“ und bezeichnet eine Gruppe von Fußballanhängern, die mit einem Betretungsverbot für eines oder mehrere Fußballstadien belegt sind. Sie reisen trotzdem mit den Fans zu Auswärtsspielen ihrer Mannschaften, um so die Zugehörigkeit zur Szene zu demonstrieren.

Der Älteste der nun Festgenommenen wird wegen zahlreicher Taten als „Gewalttäter Sport“ geführt. Gegen ihn wurde außerdem ein Mitführverbot für Graffiti-Utensilien ausgesprochen.

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