München-TruderingBus prallt gegen Gebäude: 13-Jährige tot, sechs Verletzte

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Polizei und Feuerwehr waren mit Dutzenden Einsatzkräften am Schauplatz des Unfalls.
Polizei und Feuerwehr waren mit Dutzenden Einsatzkräften am Schauplatz des Unfalls. Robert Haas
  • Bei einem Busunfall in München-Trudering stirbt ein 13-jähriges Mädchen, das zwischen Bus und Gebäudewand eingeklemmt wurde.
  • Sechs weitere Personen wurden verletzt, darunter vier Kinder und der schwer verletzte Busfahrer mit Schnitt- und Weichteilverletzungen.
  • OB Reiter nennt einen medizinischen Notfall des Busfahrers als Unfallursache, die Polizei ermittelt noch.
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Großeinsatz der Feuerwehr in Trudering: Ein Bus prallt auf ein Gebäude, ein Mädchen wird eingeklemmt und stirbt. OB Reiter nennt als Unfallursache einen „medizinischen Notfall“ des Busfahrers, die Polizei ermittelt noch.

Von Tom Soyer

Bei einem schweren Busunfall im Münchner Stadtteil Trudering ist ein 13 Jahre altes Mädchen gestorben. Nach ersten Angaben vom Unfallort war am Samstag von sieben Verletzten die Rede, am Sonntag korrigierte die Polizei diese Zahl auf sechs Verletzte: fünf Leichtverletzte und der schwer verletzte Busfahrer. Vier der Leichtverletzten seien Kinder und Jugendliche.

Der Bus der Linie 194 prallte offenbar mit großer Wucht gegen die Außenmauer eines Gebäudes der Münchner Stadtwerke, das zur Stromversorgung München-Ost gehört. Das Fahrzeug kam parallel zur Außenmauer des flachen Hauses in der Feldbergstraße zum Stehen, schließlich gestoppt von einer vorgelagerten Betonwand, etliche Meter von der Straße entfernt. Der Unfallort liegt etwa gegenüber der Einmündung der Hochkönigstraße. Die Front-Windschutzscheibe und eine Seitenscheibe hinter dem Busfahrer zerbarsten. Das 13-jährige Unfallopfer, so gab die Polizei am Sonntag bekannt, habe links hinter dem Busfahrer gesessen und sei bei dem Aufprall des Busses an der Gebäudewand so unglücklich ein Stück weit aus dem Bus geschleudert worden, dass sie tödlich zwischen Bus und Wand eingeklemmt worden sei.

Zahlreiche Einsatzkräfte wurden zu dem Busunfall gerufen.
Zahlreiche Einsatzkräfte wurden zu dem Busunfall gerufen. Robert Haas
Mehrere Kinder trugen Verletzungen davon.
Mehrere Kinder trugen Verletzungen davon. Tom Soyer

Die Ursache für den Unfall war nach ersten Erkenntnissen von Polizei und Feuerwehr unklar. Am Samstagabend meldete sich Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter mit einer Kondolenznachricht auf Instagram. Unter Berufung auf die Einsatzleitung nannte er als Unfallursache einen „medizinischen Notfall“ des Busfahrers. Das Polizeipräsidium München konnte dies bei der sonntäglichen Pressekonferenz nicht bestätigen und verwies darauf, dass die Ermittlungen der Münchner Verkehrspolizei dazu noch andauerten. Fest stehe indes, dass sich der Unfall „ohne Fremdverschulden“ ereignet habe. Bekanntgegeben wurde auch, dass der Busfahrer schwere „Schnitt- und Weichteilverletzungen“ erlitten habe.

Unter den Leichtverletzten befanden sich nach Polizeiangaben vier Mädchen im Alter von sieben, elf, zwölf und 15 Jahren, wobei die Elfjährige eine Armfraktur davongetragen habe. Eine 44-jährige Frau, die ebenfalls mit im Bus war, sei mit Schürfwunden davongekommen.

Um das eingeklemmte Unfallopfer am Samstagabend zu bergen, setzten Polizei und Feuerwehr schweres Gerät am Unfallort ein. Das war ebenso nötig, um den von der Straße abgekommenen Bus abschleppen zu können. Die Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei waren mit zahlreichen Einsatzkräften am Unfallort im Stadtteil Trudering damit beschäftigt, die Verletzten zu versorgen, auch viele Kräfte des Kriseninterventionsteams waren im Einsatz. Der Zentrale psychologische Dienst der Polizei betreute die Einsatzkräfte. Die Feldbergstraße blieb stundenlang gesperrt.

MVG-Chef Ingo Wortmann kondolierte am Sonntag, äußerte sich aber wie die Polizei nicht zur genauen Unfallursache: „Wir sind tief bestürzt über den tragischen Unfall. Unsere Gedanken und unser Mitgefühl gelten zuerst der Familie und Freunden des verstorbenen Mädchens und allen Verletzten. Wir danken allen Einsatzkräften und den zahlreichen Helfern vor Ort.“

Die Polizei sucht noch Zeugen, die den Unfallhergang schildern können.

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