Schauspieler wird Weinhändler„Beides ist ein Erlebnis“

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Tommy Schwimmer in seinem Weingeschäft an der Isar.
Tommy Schwimmer in seinem Weingeschäft an der Isar. Florian Peljak

Tommy Schwimmer, vor allem als Flori in „Dahoam is Dahoam“ bekannt, über ehrliche Jobs, das Abstrakte beim Film und Gemeinsamkeiten von guten Schauspielern und Verkäufern.

Von Philipp Crone

„Ich spucke“, sagt Tommy Schwimmer gleich am Anfang. Das neue Vokabular hat der Schauspieler ziemlich schnell verinnerlicht. Schwimmer, bekannt geworden durch seine Dauerrolle in „Dahoam is Dahoam“, steht an einem sonnigen April-Nachmittag in seinem Geschäft und erklärt. Welcher Wein unterschätzt wird. Woran er merkt, ob ein Kunde auch seinetwegen gekommen ist. Und warum er das jetzt überhaupt macht: Reben statt Rollen, Firma statt Film, trinken statt spielen. Wobei trinken eben nicht stimmt. „Ich spucke“ bedeutet in der Weinszene, dass man beim Probieren den Schluck nicht trinkt, sondern eben am Ende wieder ausspuckt. Eine Stunde mit Tommy Schwimmer im Weinladen ist auch eine kleine Lehrstunde über Genuss und das Leben mit dem Beruf Schauspieler.

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