Untermenzing:Toter in Münchner Wohnung: Mordkommission ermittelt

Lesezeit: 1 min

Die Mordkommission ermittelt im Fall des Ermordeten aus Untermenzing. (Foto: Stephan Rumpf)

Ein Freund hatte den 76 Jahre alten Mann nicht mehr erreicht und Alarm geschlagen. In der Wohnung gibt es keine Einbruchspuren.

Von Martin Bernstein

Ein 76 Jahre alter Münchner ist am Freitagnachmittag tot in seiner Wohnung im Stadtteil Untermenzing entdeckt worden. Der Mann ist einem Gewaltverbrechen zum Opfer gefallen, die Mordkommission ermittelt. Mit Details hielt sich die Polizei am Sonntag noch zurück.

In der Wohnung an der Francéstraße gab es keine Einbruchspuren. Ein Bekannter des türkischen Staatsangehörigen hatte am Freitag gegen 14 Uhr beim Polizeinotruf 110 Alarm geschlagen. Er hatte seinen Freund seit Tagen nicht mehr erreicht und sich Sorgen gemacht. Die Polizei schickte mehrere Streifen zu dem Mehrfamilienhaus. Die nur hundert Meter lange Francéstraße ist gesäumt von drei- bis viergeschossigen Mietshäusern.

Die Wohnungstür war nur ins Schloss gezogen. Was die Beamten im Inneren der Wohnung sahen, deutete offensichtlich auf ein Gewaltverbrechen hin. Die Kriminalpolizei habe "umgehend" die Ermittlungen übernommen, hieß es. Der Leichnam wurde am Wochenende im Institut für Rechtsmedizin untersucht.

Sonntag bis Freitag
:München heute - der München-Newsletter

Jetzt den Newsletter abonnieren!

Wie der Mann umgebracht worden war und welche Verletzungen der Leichnam aufwies, sagte ein Polizeisprecher am Sonntag nicht. Am Tatort seien "intensive Spurensicherungsmaßnahmen durchgeführt" worden. Das Opfer hatte früher als Handwerker auf Baustellen gearbeitet. Der 76-Jährige war in der Türkei zur Welt gekommen, seit vielen Jahren aber in München gemeldet.

Die Tat erinnert an einen weiteren ungeklärten Fall der Münchner Mordkommission, der sich vor gut einem Jahr ereignete. Am 5. November 2021 war der Kroate Kristian Kramberger tot in seiner Wohnung an der Leonrodstraße 31 gefunden worden - auch er war bereits einige Tage vorher auf brutale Weise ums Leben gebracht worden. Seine Tochter hatte ihn damals als vermisst gemeldet, weil sie ihn tagelang nicht mehr erreichen konnte.

© SZ - Rechte am Artikel können Sie hier erwerben.
Zur SZ-Startseite

SZ PlusKriminalität
:Münchens ungelöste Mordfälle

Isar- und Parkhausmord, die Tötungsdelikte Sonja Engelbrecht und Kristian Kramberger - das zuständige Kommissariat 11 schließt seine Ermittlungsakten nie endgültig. Bei zwei Kapitalverbrechen gehen die Fahnder sogar neuen Hinweisen nach.

Von Joachim Mölter

Lesen Sie mehr zum Thema

Jetzt entdecken

Gutscheine: