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Tipps fürs Wochenende: Theaterfestival Spielart, Van Dyck-Ausstellung und Fettes Brot

"No President" ist beim Spielart-Festival zu sehen.

(Foto: Heinrich Brinkmoeller-Becker)

Unsere Empfehlungen für Freitag, Samstag und Sonntag.

Von Anna Weiss

Empfehlungen für Freitag

Das Theaterfestival Spielart, das alle zwei Jahre in München stattfindet, feiert seinen 25. Geburtstag. Am Freitag um zehn Uhr geht es los mit einer Videoinstallation im Staatlichen Museum Ägyptischer Kunst. Sechzehn Tage lang sind in verschiedenen Spielstätten (unter anderem Gasteig, Kammerspiele, Harry Klein) internationale Performances zu sehen. Der Schwerpunkt liegt dieses Jahr auf Afrika und dem Nahen Osten.

Der flämische Maler Anthonis van Dyck gehörte zu Lebzeiten zu den begehrtesten Porträtisten. Bis es dazu kam, musste er sich erst von seinem Vorbild Peter Paul Rubens emanzipieren und in Venedig zu sich finden. Die Ausstellung Van Dyck in der Alten Pinakothek zeigt seine Werke von Freitag an. Der Eintritt kostet 12 Euro.

Seit 25 Jahren tritt das Henschel Quartett weltweit auf. Das gefragte Streichquartett absolviert Auftritte von Osaka bis New York und ist nun anlässlich seines Geburtstages in München, begleitet von Pianist Amadeus Wiesensee. In der Allerheiligen Hofkirche spielt es unter anderem das eigens für das Quartett komponierte "Kaleidoskop" von Steffen Wick. Beginn um 19 Uhr, Karten ab 40 Euro, 30 Euro für Schüler und Studierende.

Für Samstag

Von den Medien oft auf ihren Schmollmund und einen unglücklichen Text über Feminismus reduziert, kann die Autorin Ronja von Rönne eine beachtliche Anzahl von unterhaltsamen Kolumnen vorweisen. Im Gasteig liest sie um 20 Uhr aus ihrer Kolumnensammlung "Heute ist leider noch schlechter...". Karten kosten 21 Euro.

Ihre Texte bedienen sich manchmal am Hamburger Platt, böse Zungen sagen, ihre neuen Songs seien auch platt. Trotzdem ist das Trio Fettes Brot eine der wichtigsten Bands des deutschen Hip-Hops. Im Zenith präsentieren sie von 20 Uhr an ihre neue Platte "Lovestory" und alte Klassiker. Tickets kosten 40 Euro.

Der Puppenspieler Michael Hatzius ist eigentlich nur der Sidekick von seiner Figur "Die Echse", einem von sich selbst eingenommenen Zeitgenossen. Dieser schwingt sich in dem neuen Bühnenprogramm "Echsoterik" zum heilsbringenden Guru auf. Am Samstag um 20 Uhr ist er im Lustspielhaus, Karten kosten 28 Euro.

Für Sonntag

Moritz Krämer, Singer-Songwriter mit sonorer Stimme, und Francesco Wilking, Sänger der Band Tele, sind die Frontmänner der Band "Die Höchste Eisenbahn". Gemeinsam mit Schlagzeuger Max Schröder und Felix Weigt (Bass, Keyboard) spielen sie seit acht Jahren alternative Popmusik. Das neue Album "Ich glaub dir alles" stellen sie am Samstag um 20 Uhr im Technikum vor, der Eintritt liegt bei 27 Euro.

Das Musiktheater-Stück "Olympiapark In The Dark" bringt den Park ins Residenztheater. Inspiriert von dem Stück "Central Park In The Dark" von Charles Ives lässt Regisseur Thomas Luz eine Klangreise durch den Olympiapark entstehen, die im Saal genossen wird: Mit Kompositionen aus Wortfetzen, Geräuschaufnahmen und Sounds. Karten kosten 28 Euro.

Der bildende Künstler Hermann Glöckner (1898-1987) schuf in seinem fast hundertjährigen Leben ungeachtet von zwei Weltkriegen und den Repressionen des DDR-Regimes Papierarbeiten, Zeichnungen, Gemälde und Skulpturen. Die Staatliche Graphische Sammlung würdigt seit Donnerstag sein Werk mit der Ausstellung "Hermann Glöckner - Ein Meister der Moderne" Der Eintritt kostet zehn Euro, die Schau läuft bis Mitte Januar.

© SZ vom 25.10.2019
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