An Heiligabend wird es bis 16 Uhr möglich sein, am ersten und zweiten Weihnachtsfeiertag von 9 bis 17 Uhr: die Tiere in Hellabrunn zu beschauen. Um für einen Besuch in dieser Zeit zu werben, beschenken die Betreiber ausgewählte Tiere in den letzten Adventstagen seit einiger Zeit schon mit festlich geschmückten Christbäumen. Die Fotos, die bei dieser Gelegenheit entstehen, gehören inzwischen zu den festen München-Traditionen wie der Weihnachtsmarkt auf dem Marienplatz oder der Krampuslauf. Bei den Fellträgern in Hellabrunn geht es bei der Gelegenheit allerdings vergleichsweise beschaulich zu.

Dargeboten werden mit Paprika und Obst dekorierte Bäume. Nach Darstellung des Tierparks bieten diese „auch wertvolle Beschäftigung“, da sie die Tiere auf kreative Weise herausfordern: „Die Suche nach Futter erinnert an die natürlichen Verhaltensweisen der Nahrungssuche im ursprünglichen Lebensraum und sorgt für abwechslungsreiche Stunden – mal kürzer, mal länger“, heißt es in einer Mitteilung.

Wie die Tiere auf das Ungewohnte reagieren? Sehr unterschiedlich. Fluchttiere wie Zebras oder Nilgauantilopen ist ihre Vorsicht deutlich anzumerken.

Auch die Roten Riesenkängurus, die größten lebenden Beuteltiere, die in Australien beheimatet sind, nähern sich den geschmückten Tannen skeptisch.

Waschbären hingegen greifen deutlich neugieriger zu und räumen die Bäume ähnlich schnell ab wie …

… die Polarfüchse.

Eher an den Zweigen interessiert sind die Elefanten.

Selbst die Pinguine werden in Hellabrunn mit einer Weihnachtsdekoration bedacht – interessieren sich dann aber doch eher für die Fische, die darunter versteckt sind.

Die Knabberei am Tannengrün wird auch nach den Weihnachtstagen weitergehen: Dann wird der Tierpark unverkaufte Christbäume von Händlern verfüttern. Weihnachtsbäume von privat werden dagegen nicht angenommen, weil bei diesen nicht garantiert werden kann, dass sie schadstofffrei sind.

