Auge der Retter

Mithilfe einer besonders robust gebauten Endoskopkamera können die Helfer des THW in gar nicht oder nur unter größerer Gefahr zugängliche Bereiche blicken, etwa in die Hohlräume eines eingestürzten Gebäudes oder in das Wrack eines havarierten Bootes in bis zu drei Meter Wassertiefe. Leuchtdioden am beweglichen Kamerakopf ermöglichen Aufnahmen auch in völliger Dunkelheit. Ein bis zu neun Meter langes Kabel überträgt die Bilder auf einen LCD-Handmonitor. Bei dem schweren Erdbeben in Pakistan im Jahr 2005, bei dem auch die Hilfswerker aus Deutschland im Einsatz waren, wurde die Endoskopkamera zur Lebensretterin. Mit ihrer Hilfe, so schildert es das THW, konnte eine Frau nach fünf Tagen aus den Trümmern eines eingestürzten Hauses geborgen werden. Fotos: THW

8. August 2019, 13:362019-08-08 13:36:47 © SZ vom 08.08.2019/amm