Er hat den wohl schönsten Theaterort Münchens geschaffen. Wenn die großen Bühnen in Theaterferien gingen, bespielte Gunnar Petersen zusammen mit seiner Frau Beles Adam den Innenhof der Glyptothek mit Stücken aus dem antiken Griechenland: Komödien von Aristophanes, Tragödien von Sophokles, Aischylos und Euripides, Bearbeitungen der „Odyssee“, aber auch Stoffe wie Hölderlins „Hyperion“ oder Christa Wolfs „Kassandra“. Sie taten das jeden Sommer, 30 Jahre lang, mit einer unbändigen Theaterleidenschaft und Lust am Dionysischen – Petersen meistens als Regisseur und Protagonist in Personalunion, seine Frau in der jeweils weiblichen Hauptrolle. Ein Dream-Team der Theater-Klassik.
Zum Tod von Gunnar PetersenEr prägte die Münchner Theaterszene wie kaum ein anderer
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Ob als Schauspieler, Intendant oder Regisseur: Gunnar Petersen lebte für die Bühne. Zusammen mit seiner Frau Beles Adam gründete er das Studiotheater im „Fuchsbau“, das „Schloss“-Zelt und die Antiken-Spiele in der Glyptothek. Jetzt ist er im Alter von 86 Jahren gestorben.
Von Christine Dössel
