Wer von der lauten Papa-Schmid-Straße im Herzen der Altstadt über die Schwelle geht, hinein in diesen von außen unauffällig wirkenden Laden mit den übergroßen Schaufenstern, den beschleicht das Gefühl, gerade den Schritt in eine andere Welt gemacht zu haben: Ausgelegt oder zusammengerollt auf dem Boden, an den Wänden hängend, an den Seiten über Ständer gelegt, daneben und davor bauchhoch aufeinandergestapelt– überall sind Teppiche. Dunkles Rot fällt ins Auge, eingewebt in viele Muster, Motive, die Geschichten zu erzählen scheinen. Von der lauten und hektischen Großstadtwelt draußen ist hier drinnen kaum etwas wahrzunehmen. Als hätten die Teppiche den Münchner Trubel verschluckt und hier eine eigene gedämpfte Welt entstehen lassen.
Altes KunsthandwerkEin Leben für Teppiche
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Der Teppichhändler Abolfazl Gharany in seinem Reich.
Catherina HessAbolfazl Gharany reinigt und restauriert jahrhundertealte handgeknüpfte Teppiche. Er gehört zu den wenigen, die das hierzulande können. Eine Geschichte über eine Handwerkskunst, die in der Heimatlosigkeit ein Gefühl des Glücks schafft.
Von Johanna Feckl
