Erst vergangenen Mittwoch hatte Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) angeordnet, Tempo 30 auf der Landshuter Allee wieder abzuschaffen. Diesen Dienstag beginnt das Baureferat bereits, die Beschilderung auf diesem Abschnitt des Mittleren Rings zu ändern, dann gilt zwischen der Parkharfe am Olympiapark und der Donnersbergerbrücke wieder Tempo 50.
Das Tempolimit von 30 Kilometern pro Stunde galt seit Juni 2024, um die Schadstoffbelastung durch Stickstoffdioxid zu senken. Die Stadt vermied damit ein erweitertes Fahrverbot für Diesel-Fahrzeuge der Schadstoffklasse Euro 5. Die Belastung lag an der Landshuter Allee 14 Jahre lang über dem EU-weiten Grenzwert von 40 Mikrogramm Stickstoffdioxid pro Kubikmeter Luft im Jahresmittel.
Da der Grenzwert nun schon zwei Jahre in Folge knapp unterschritten wurde, sah Reiter keine Grundlage mehr für das strengere Tempolimit. Dessen Aufhebung hatte unter anderem auch die CSU gefordert. Reiter bezog sich auf ein Gutachten, nach dem der Grenzwert 2026 auch bei Tempo 50 unterschritten werden soll. Das Ende von Tempo 30 soll laut OB zur Verbesserung des Verkehrsflusses beitragen.
Ob die Autofahrer wirklich so schnell fahren können, wird sich zeigen: Am 20. Januar starten auf einem Teil des betroffenen Straßenabschnitts Bauarbeiten, die bis Dezember dauern sollen. Zeitweise wird der Verkehr nur einspurig pro Richtung fließen.

