Viele junge Menschen leiden unter mangelnden Sozialkontakten, sagt Alexander Fischhold. Vergangenes Jahr hatten sich doppelt so viele von ihnen wie zuvor bei der Telefonseelsorge in der Erzdiözese München und Freising gemeldet, 3500 waren es. Der Leiter der Einrichtung spricht von Einsamkeit als großem Thema. Insgesamt hatten Fischhold und sein Team 2025 35 000 Anruferinnen und Anrufer aller Altersstufen am Telefon, hauptsächlich aus dem Großraum München. Darunter sind auch immer mehr Menschen, die keine Chance auf einen zeitnahen Therapieplatz haben und sich deshalb in großer Seelennot an die kostenlose und anonyme Beratungsstelle wenden. Der Bedarf sei enorm, sagt der 53-Jährige, eine Erweiterung des Angebots: schwierig. Finanziell stoßen die Helfenden selbst an erhebliche Grenzen.
Katholische Telefonseelsorge„Bei uns landen viele, die eigentlich einen Therapieplatz bräuchten“
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Die Nachfrage bei der Telefonseelsorge in der Erzdiözese München und Freising ist enorm. Um das Angebot zu erweitern, sagt der Leiter der Einrichtung, Alexander Fischhold, fehle aber das Geld.
Foto: Stephan RumpfZehntausende haben 2025 bei der katholischen Telefonseelsorge im Raum München Hilfe gesucht, unter ihnen immer mehr junge Menschen in seelischer Not. Einsamkeit ist ein großes Thema.
Interview von Andrea Schlaier
