Es kommt nicht alle Tage vor, dass sich ein Ministerpräsident an einem Tatort blicken lässt. Nun gilt Markus Söder nicht gerade als kamerascheu, aber der Besuch am TV-Set des Münchner „Tatorts“ war dann doch außergewöhnlich.
Grund für die medienwirksame Aktion war die frohe Botschaft, dass Miroslav Nemec, 70, und Udo Wachtveitl, 66, den Ehrenpreis des Bayerischen Ministerpräsidenten beim „Blauen Panther“ 2025 erhalten. Die TV- und Streaming-Awards (früher: Bayerische Fernsehpreise) werden zwar offiziell erst am 22. Oktober bei einer Preisgala vergeben. Aber Söder wollte die scheidenden „Tatort“-Kommissare persönlich überraschen – während der derzeitigen Dreharbeiten zur Abschieds-Doppelfolge „Unvergänglich“ (Arbeitstitel).

Neuer„Tatort“-Ermittler:Alles klar, Herr Kommissar?
Ferdinand Hofer startete 2014 im Münchner „Tatort“ als Assistent Hammermann, ein sympathisches Greenhorn. Nun wird er Chefermittler. Wie man sich vom Laufburschen zum Leader emanzipiert.
„Habe die beiden mit versteckter Kamera am Tatort-Set zu ihrem letzten Fall mit der Auszeichnung überrascht – Kommissare wissen eben doch nicht alles“, sagte Markus Söder. „Seit über 30 Jahren haben sie mit feinsinnigem Humor und bodenständigen Charakteren das Bild Bayerns positiv mitgestaltet und Fernsehgeschichte geschrieben“, lobte der CSU-Politiker. Und weiter: „Der Münchner Tatort ist eine Meisterleistung über Jahrzehnte. Bin selbst großer Fan der beiden und schaue gerne ihre Tatort-Folgen.“
Noch bis Mitte Juli laufen die Dreharbeiten für die Doppelfolge „Unvergänglich“, mit der sich Nemec und Wachtveitl nach dann 100 Filmen vom Münchner Tatort verabschieden. Die Ausstrahlung ist für 2026 in der ARD geplant, 35 Jahre nach ihrem Debüt in der Krimireihe. Als Nachfolger stehen Carlo Ljubek und Ferdinand Hofer fest. Deren erster Fall soll voraussichtlich Ende 2025 gedreht werden.

