Bars zum Tanzen:Wo München gerne feiern geht

Lesezeit: 3 min

Wer eine Pause vom Tanzen braucht, kann sich am frei stehenden Tresen in der Lola Bar einen Drink bestellen. (Foto: Stephan Rumpf)

Ob zu Live-DJs im „Unter Deck“, House-Musik im „Goldkätzchen“ oder auf Motto-Partys im „Substanz“: Sechs Tipps aus der SZ-Redaktion, in welchen Bars man gut abtanzen kann.

Von Lisa Bögl, Max Fluder, Pauline Graf

Lola Bar

Auch wenn man angesichts der tiefroten Plüschsitze und der Popcorn-Maschine anderes vermuten könnte: Nein, das hier ist kein Kino, sondern die „Lola Bar“. Das Lokal an der Ickstattstraße, also in bester Münchner Ausgehlage im Gockenbachviertel, trumpft auf mit seinem großzügigen Dekor, dem frei stehenden Tresen und der großzügigen Fläche zum Stehen, Bewegen, Tanzen. Betritt man das Lokal, fühlt es sich immer so an, als würde man gleich einen großen Auftritt hinlegen: Hinter der Tür warten nämlich noch Samtvorhänge, durch die man hindurch muss. Der Fokus der Bar liegt ganz klar auf Longdrinks und Cocktails. Auch essen kann man hier, bis 21.30 Uhr werden verschiedene Pinsa-Variationen serviert.

Lola Bar, Ickstattstraße 2a, 80469 München, Mittwoch und Donnerstag 18 Uhr bis 1.30 Uhr, Freitag und Samstag 18 Uhr bis 3 Uhr, Montag bis Mittwoch geschlossen.

Substanz

(Foto: Leonhard Simon)

Das Substanz“ zählt zu den bekannteren und beliebteren Bars in München – und das vollkommen zurecht, möchte man meinen. Das Kulturprogramm ist vielfältig, reicht von Pub Quiz über Comedy-Shows und Konzerte bis hin zu Partyabenden. An letzteren wird die große Fläche im hinteren Teil wichtig: Sie ist ein nahezu perfekter Dancefloor. Jede Party hat ihr Motto, ganz viel Angebot gibt es für Fans von Indie-Musik und Vinyl-Nostalgiker. Das Lokal an der Ruppertstraße, direkt gegenüber vom Kreisverwaltungsreferat, hat sich in der Pandemie neu erfunden, will jetzt Hafenkneipe sein und schenkt neben Hellem auch Apfelwein aus. Eine etwas ungewöhnliche Mischung, aber sie funktioniert.

Substanz, Ruppertstraße 28, 80337 München, Dienstag und Mittwoch 18.30 Uhr bis 23 Uhr, Donnerstag 18.30 Uhr bis 1 Uhr, Freitag und Samstag 18.30 Uhr bis 3 Uhr, Montag und Sonntag geschlossen.

Prosecco-Bar

(Foto: Florian Peljak)

Das „Prosecco an der Theklastraße kennt wochenends vor allem einen Zustand: brechend voll. Live-DJ, Enge, Clublichter: Zu später Stunde steht die Party im Vordergrund. Gespielt wird oft Popmusik, die ganz großen Stars und Sternchen, zu denen es sich gut tanzen lässt und deren Texte recht bekannt sind. Mit einem gemütlichen Bier wird es zu später Stunde eher nichts, da muss man schon früher aufkreuzen. Wenn es draußen noch hell ist etwa, dann erwischt man vielleicht auch noch einen der Plätze im schmalen Schanigarten. Hier trifft man vor allem – aber nicht ausschließlich – schwule Männer, die besonders gut feiern können. Zumindest behaupten sie das selbst.

Prosecco, Theklastraße 1, 80469 München, Mittwoch, Freitag und Samstag 20 bis 1 Uhr, Donnerstag und Sonntag 19 bis 1 Uhr, Montag und Dienstag geschlossen.

Goldkätzchen

(Foto: Florian Peljak)

Das „Goldkätzchen“ ist eine enge, ziemlich dunkle, schwitzige Bar in der Occamstraße. Wer in dem Gedränge Luft findet, sich umzusehen, wird schnell merken: Diese Bar hat keinen einheitlichen Style. Auf der Getränkekarte steht alles von Craftbier bis Cocktail. Die Lichteffekte tauchen die Bar in immer wieder andere Farben, das wechselhafte Tempo der House-Musik sorgt für neue Energie, sich von den Barhockern auf die Tanzfläche zu bewegen.

Nicht zu übersehen sind die unzähligen goldfarbenen Winkekatzen, hohle Plastikfiguren, die an der Wand kleben. Eine solche eignet sich als Eisbrecher, um ins Gespräch zu kommen: Nur lange genug vor der Wand stehen und staunen, schon kommt ein fremder Typ daher, der einem (ungefragt) die Plastik-Katze von der Wand reißt. Ein Erinnerungsstück an einen längst vergessenen Gesprächspartner – die Katze steht bis heute im heimischen Regal und fängt Staub.

Goldkätzchen, Occamstraße 2, 80802 München, Donnerstag 20 bis 1 Uhr, Freitag und Samstag 20 bis 3 Uhr, Sonntag bis Mittwoch geschlossen.

Unter Deck

(Foto: Florian Peljak)

Bunter als das rote, schummrige Licht im „Unter Deck“ ist das vielfältige Programm, das in der Bar geboten wird. Von Mittwoch bis Samstag verwandelt sich die dunkle Location mit fairen Getränkepreisen in einen Club mit teilweise sehr voller Tanzfläche und guter Musik von wechselnden DJs. Wer auflegt, ist im Programm auf der Webseite nachzulesen. Der Charme der Bar liegt nicht in strahlender, vornehmer Einrichtung, sondern im alternativen, sympathischen Auftritt. Vorsicht: Bezahlen kann man nur bar.

Unter Deck, Oberanger 26, 80331 München, Mittwoch und Donnerstag 20 Uhr bis 3 Uhr, Freitag und Samstag 20 Uhr bis 4 Uhr.

Barschwein

(Foto: Stephan Rumpf)

Im „Barschwein“ sind durch die Lage an der Münchner Freiheit und der damit verbundenen Nähe zum Univiertel viele Studentinnen und Studenten anzutreffen. Zu späterer Stunde führt die launige Stimmung im oberen Stock der Bar dazu, dass die Tische beiseite geräumt werden und einer Tanzfläche Platz machen, auf der zu den klassischen Partyklassikern getanzt wird. Besonders an der Bar drängen sich später die Menschen oft sehr eng, um sich mit den verhältnismäßig erschwinglichen Getränken zu versorgen. Neben ausgelassener Stimmung lockt die Bar auch mit Sportübertragungen, was besonders in den kommenden Monaten der Fußball-EM sicher zu Andrang führen wird.

Barschwein, Franzstraße 3, 80802 München, Montag bis Sonntag 18 Uhr bis 5 Uhr.

© SZ - Rechte am Artikel können Sie hier erwerben.
Zur SZ-Startseite

SZ PlusSexpositiv-Partys
:"Leute fühlen sich in normalen Clubs mehr belästigt als hier"

Bei Sexpositiv-Partys in München ist fast alles erlaubt. Die Gäste sind jung, freizügig, überwiegend akademisch - und auf der Suche nach bedingungsloser Liebe. Ein Besuch.

Von Lisa Marie Wimmer

Lesen Sie mehr zum Thema

Jetzt entdecken

Gutscheine: