Englischer GartenSurfer starten Petition für den Zugang zur kleinen Welle

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An der kleinen Eisbachwelle wurde ein Zaun versetzt, der nun offenbar den Zugang für die Surfer abriegeln soll.
An der kleinen Eisbachwelle wurde ein Zaun versetzt, der nun offenbar den Zugang für die Surfer abriegeln soll. Catherina  Hess

Ein Zaun erschwert ihnen seit Kurzem das Surfen an der Dianabadschwelle. 2000 Menschen fordern bereits, dass er entfernt werden soll.

Von Patrik Stäbler

Münchens Surferinnen und Surfer werden so schnell wohl nicht wieder die kleine Eisbachwelle reiten können. Nachdem der Zugang zur E2 genannten Dianabadschwelle im Englischen Garten durch die Versetzung eines Zauns vorige Woche massiv erschwert wurde, meldet sich nun die für den Park zuständige Bayerische Schlösserverwaltung zu Wort. Demnach habe eine Prüfung durch das Amt für Digitalisierung, Breitband und Vermessung München ergeben, dass die Absperrung weiterhin auf privatem Gelände stehe, teilt eine Sprecherin mit. „Ein Grenzüberbau auf staatlichen Grund ist somit nicht erfolgt.“ Dies macht es für die Interessengemeinschaft Surfen in München (IGSM) ungleich schwerer, die offenbar durch Anwohnende veranlasste Versetzung rückgängig zu machen, sodass Surfer an der Stelle wieder von der Mauer ins Wasser springen können.

„Die E2-Welle am Eisbach, ein wichtiger Spot für Anfänger und auch Fortgeschrittene, ist durch einen Zaun nahezu unzugänglich geworden“, heißt es in einer Online-Petition, die infolge der Aktion ins Leben gerufen wurde. Binnen weniger Tage haben etwa 2000 Menschen den Aufruf unterstützt. Darin wird eine sofortige Entfernung des Stahlzauns gefordert. „Die Menschen der Stadt München“, so die Begründung der Petition, „sollten das Surfen als eine Tradition der Stadt schützen, anstatt es durch überflüssige Barrieren zu behindern“.

Nach Angaben der IGSM geht die Zaunversetzung auf einige Anwohnende zurück, die sich durch Lärm, Müll und nächtliches Scheinwerferlicht der Surfer gestört fühlen. Der Streit zwischen beiden Seiten schwelt schon seit Jahren. Laut dem IGSM-Vorsitzenden Franz Fasel hätten die Surfer bereits im Herbst 2023 auf der Mauer, von der die Surfer ins Wasser springen, eine Silikonschicht mit Glasscherben vorgefunden – mutmaßlich mit dem Ziel, die Surfer fernzuhalten.

Just an dieser Stelle ragt nun also ein Stahlzaun in die Höhe, der offenbar den Zugang zur E2 abriegeln soll. Zwar werde dies Geübte nicht vom Surfen abhalten, da sie durch Anpaddeln oder Entlanghangeln am Zaun dennoch die Welle erreichten, heißt es in einer Stellungnahme der IGSM. Jedoch sei infolge der Zaunversetzung „das Surfen an der E2 für die meisten zumindest deutlich erschwert und auch gefährlicher geworden“. Zudem dürfte das Gedränge an den weiteren Wellen – und allen voran 800 Meter südlich an dem bekanntesten Surfsport am Haus der Kunst – spürbar zunehmen. Laut IGSM liegt die Zahl der regelmäßigen Surferinnen und Surfer in München bei 3000 bis 4000.

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