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Freimann: Brand in der Studentenstadt - zwei Menschen in Lebensgefahr

Verletzte bei Brand in Münchner Studentenwohnheim

Ein Feuerwehrmann steht nach dem Brand im verrußten Treppenhaus des Studentenwohnheims.

(Foto: dpa)

Die Sauna des Wohnheims in Freimann brennt in der Nacht komplett aus. Ein Mann und eine Frau werden schwer verletzt, sie ringt um ihr Leben.

Von Kassian Stroh

Beim Brand der Sauna in der Münchner Studentenstadt sind in der Nacht zwei Menschen schwer verletzt worden, eine 23 Jahre alte Frau ringt um ihr Leben. Der zwischenzeitlichen Meldung, dass sie ihren Verletzungen erlegen sei, widersprach ein Sprecher der Münchner Feuerwehr am Vormittag. Nach seinen Angaben erlitten drei weitere Personen leichte Verletzungen.

Das Feuer brach in der Nacht zum Dienstag im Keller des sechsstöckigen Studentenwohnheims in der Christoph-Probst-Straße in Freimann aus, wie der Sprecher sagte, gegen halb drei Uhr alarmierte ein Anrufer die Feuerwehr und meldete schwarzen Rauch im Keller und im Treppenhaus. Die sogenannte "Stusta"-Sauna in der Christoph-Probst-Straße 6 brannte komplett aus. Warum das Feuer ausbrach, sei noch unklar, sagte der Sprecher der Feuerwehr - genauso wie die Frage, ob die Sauna in Betrieb war, was nach den aktuellen Corona-Regeln eigentlich verboten wäre. Dazu ermitteln nun Brandfahnder der Polizei, auch ein Experte des Landeskriminalamts wurde eingeschaltet.

Die beiden Schwerverletzten - nach offiziellen Angaben ein Mann im Alter von 28 Jahren und die 23-jährige Frau - erlitten keine Brand-, sondern Rauchgasvergiftungen. Beide befänden sich in Lebensgefahr. Der Mann sei im Flur des Kellers aufgefunden und beatmet worden, die Frau im Flur des vierten Stocks, sagte der Sprecher. Bei ihr stünden die Chancen, dass sie die Verletzungen überlebe, sehr schlecht. Beide hätten vermutlich in dem Haus gewohnt, sagte eine Sprecherin der Polizei, das sei aber noch nicht bestätigt.

Während der Löscharbeiten habe man etwa zwei Dutzend weitere Bewohnerinnen und Bewohner betreuen müssen, berichtete der Feuerwehr-Sprecher. Das Haus sei durch den Brand aber nicht unbewohnbar geworden. Nach Angaben der Polizei sind in dem Wohnheim 185 Personen gemeldet. Sie schätzt den Sachschaden auf einen hohen sechsstelligen Betrag.

© SZ.de/sonn, van
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