Tarifkonflikt des öffentlichen DienstsKliniken, Nahverkehr, Hochschulen: Wo es in München zu Warnstreiks kommt

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Die Gewerkschaft Verdi will in der Tarifauseinandersetzung im öffentlichen Personennahverkehr zu Warnstreiks aufrufen – wie hier vor drei Jahren.
Die Gewerkschaft Verdi will in der Tarifauseinandersetzung im öffentlichen Personennahverkehr zu Warnstreiks aufrufen – wie hier vor drei Jahren. Sven Hoppe/dpa
  • Im Tarifkonflikt des öffentlichen Diensts streiken am Dienstag und Mittwoch Beschäftigte der Münchner Universitätskliniken, die Notfallversorgung bleibt sichergestellt.
  • Für Mittwoch ruft Verdi Beschäftigte an Universitäten und Hochschulen in München und anderen bayerischen Städten zu einem Campus-Streiktag auf.
  • Warnstreiks im öffentlichen Nahverkehr mit Ausfällen bei U-Bahn, Bus und Straßenbahn werden in dieser oder der kommenden Woche erwartet.
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Im Tarifkonflikt des öffentlichen Diensts streiken Klinikmitarbeiter, für Mittwoch sind auch Beschäftigte der Universitäten zu Arbeitsniederlegungen aufgerufen. Auch der öffentliche Nahverkehr könnte demnächst betroffen sein.

Im Tarifkonflikt im öffentlichen Dienst der Länder erhöht die Gewerkschaft Verdi den Druck. In einigen Bereichen sind bereits Warnstreiks angekündigt, in anderen werden diese erwartet. Eine Übersicht:

Hochschulen in München

Für Mittwoch ruft Verdi Beschäftigte an Universitäten und anderen Hochschulen, in Studierendenwerken und Forschungseinrichtungen zu Warnstreiks auf, wie die Gewerkschaft in München mitteilte. Der „Campus-Streiktag“ umfasse Kundgebungen, Infostände und Aktionen an mehreren Standorten in Bayern. Auch München ist betroffen – neben Nürnberg/Erlangen, Regensburg, Augsburg, Bamberg, Würzburg, Bayreuth und Passau.

Die Gewerkschaft kündigte an, dass Beschäftigte aus Verwaltung, Lehre, Bibliotheken, Technik, Laboren, Gebäudemanagement, Mensen und Servicebereichen öffentlich für ihre Interessen eintreten würden. „Forschung, Lehre und Studium entstehen nicht im luftleeren Raum: Sie brauchen eine verlässliche Grundfinanzierung, ausreichend Personal und gute Tarifbedingungen – statt Dauerüberlastung, Befristung und schleichender Auszehrung“, betonte der Verdi-Landesfachbereichsleiter für Bildung und Wissenschaft, Robert Hinke.

Uni-Kliniken in München

Wegen eines Warnstreiks müssen auch Münchner Patientinnen und Patienten mit Einschränkungen rechnen. Die Beschäftigten der Universitätskliniken Klinikum rechts der Isar (TUM) und Klinikum Großhadern (LMU) beteiligen sich am Dienstag am bundesweiten Streik, der bis zum Mittwoch dauert. Das hatte Verdi am Sonntagabend bekannt gegeben.

In den Kliniken sei mit Einschränkungen zu rechnen, die Notfallversorgung bleibe aber sichergestellt, heißt es. Verdi rechnet mit einer hohen Beteiligung der Beschäftigten. Eine Streikversammlung ist für Dienstagmorgen im Fat Cat geplant.

Es geht um das Entgelt für Pflegerinnen und Pfleger, Labormitarbeiter, Verwaltungsmitarbeiter, Serviceassistenten und andere Beschäftigte. Um Ärzte geht es bei den Warnstreiks nicht, da deren Bezahlung über einen Tarifvertrag der Ärztegewerkschaft Marburger Bund geregelt ist.

Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG)

Auch Pendlerinnen und Pendler in München und dem Großraum müssen sich auf Warnstreiks im öffentlichen Personennahverkehr und damit verbundene Einschränkungen einstellen. Bereits in dieser Woche könnten die Beschäftigten der bayerischen Nahverkehrsunternehmen die Arbeit niederlegen, wahrscheinlicher aber in der Woche darauf, wie die SZ aus Gewerkschaftskreisen erfahren hat. Betroffen wären dann Fahrgäste von U-Bahn, Bus und Straßenbahn in ganz Bayern.

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