Die Gewerkschaft Verdi legt den öffentlichen Nahverkehr in München am Donnerstag mit einem Warnstreik erneut teilweise lahm. Die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) versucht, mit einem Notprogramm gegenzusteuern.
Schon am Mittwoch wurde die Arbeit niedergelegt, allerdings erst von 11 Uhr an. An diesem Donnerstag wird nun ganztägig bis Betriebsbeginn am Freitagmorgen gestreikt. Um 13.30 Uhr treffen sich die Streikenden zur Kundgebung auf dem Marienplatz.
Welche Busse und Bahnen fahren
Die Busse sind laut MVG auf nahezu allen Linien in der ganzen Stadt unterwegs, allerdings in reduzierter Taktung. Es komme teilweise zu Engpässen und größeren Unregelmäßigkeiten wegen Staus. Nach aktuellem Stand fahren die Nachtlinien beim Bus größtenteils.
Auf diesen Linien fahren die Busse zumeist alle 20 bis 30 Minuten: X30, X35, X36, X80, 50, 51, 52, 53, 54, 55, 56, 57, 58/68, 59, 60, 62, 63, 132, 135, 142, 143, 145, 150, 151, 153, 154, 157, 160, 161, 162, 164, 168, 174, 180, 181, 182.
Auf diesen Linien fahren die Busse in größeren Abständen, teilweise nur alle 40 Minuten oder stündlich: 100, 130, 134, 136, 139, 140, 141, 144, 149, 155, 158, 159, 163, 165, 166, 167, 169, 170, 171, 172, 173, 175, 177, 178, 179, 183, 184, 185, 187, 188, 189, 190, 191, 192, 193, 194, 195, 196, 197, 198, 199.
Bei der Tram kann die Linie 20 bis Betriebsschluss nach dem regulären Fahrplan fahren. Bei der Linie 25 kann der 10-Minuten-Takt noch bis etwa 19.30 Uhr aufrechterhalten werden, danach kommen die Züge mindestens alle 20 Minuten.
Bei der U-Bahn fahren die Züge auf dem Abschnitt Fürstenried West – Brudermühlstraße – Implerstraße – Marienplatz – Fröttmaning, etwa alle zehn Minuten. Im Abschnitt Feldmoching – Neuperlach Süd gibt es einen 15-Minuten-Takt. Von 22 Uhr an fahren die Züge auf beiden Abschnitten mindestens im 20-Minuten-Takt. Alle anderen Abschnitte sind außer Betrieb. Zudem weist die MVG darauf hin, dass die U-Bahnfahrten nicht in der Fahrplanauskunft angezeigt werden.
Die Münchner S-Bahn, die Regionalzüge der Bahn und die MVV-Regionalbuslinien werden nicht bestreikt.
Am Mittwoch hatten die Beschäftigten der MVG erst um 11 Uhr die Arbeit niedergelegt, doch schon von 9 Uhr an waren die Fahrzeuge schrittweise in die Betriebshöfe eingerückt. Dadurch war vermieden worden, dass mit Streikbeginn Tram- und U-Bahnen sowie Busse auf der Strecke abgestellt werden. Von 11 Uhr an war auf das Notnetz umgestellt worden, wie es bereits in den vorhergehenden Streikrunden der Fall war. Ein befürchtetes Verkehrschaos war ausgeblieben.
Auf mvg.de oder in der App MVGO informiert die Verkehrsgesellschaft über das konkrete Angebot, die Informationen werden laufend aktualisiert.

