NahverkehrMVG-Streik in München: Diese U-Bahnen, Busse und Trams fahren trotzdem

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Auf den meisten U-Bahn-Linien in München entfällt am Freitag und Samstag streikbedingt der Betrieb.
Auf den meisten U-Bahn-Linien in München entfällt am Freitag und Samstag streikbedingt der Betrieb. Peter Kneffel/dpa

Im öffentlichen Nahverkehr kommt es bis Sonntagmorgen streikbedingt erneut zu erheblichen Einschränkungen. Ganz still stehen Tram und U-Bahn aber nicht, auch zahlreiche Busse sind im Einsatz. Ein Überblick.

Von Katharina Haase

Seit 3.30 Uhr läuft der erneute Streik im öffentlichen Nahverkehr, zu dem die Gewerkschaft Verdi im Tarifkonflikt in 13 bayerischen Städten aufgerufen hat. Auch München ist betroffen, bis zum frühen Sonntagmorgen werden U-Bahnen, Trams und Busse, die von der Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) betrieben werden, weitgehend stillstehen. Die S-Bahn München und Regionalbusse sind vom Streik nicht betroffen.

Bei der U-Bahn gibt es Stand 16.30 Uhr Betrieb auf der Linie U3 zwischen Olympiazentrum und Fürstenried West im Zehn-Minuten-Takt. Die U6 fährt zwischen Fröttmaning und Klinikum Großhadern ebenfalls alle zehn Minuten. Ebenso fahren die Linien U2 und U5 zwischen Feldmoching, Hauptbahnhof, Giesing, Innsbrucker Ring und Neuperlach Süd, alle zehn Minuten.

So fahren Tram-Linien und Busse

Bei der Tram fährt die Linie 20 ebenfalls im Zehn-Minuten-Takt, die Linie 25 im 20-Minuten-Takt.

Am meisten Betrieb herrscht, wie auch bei vorangegangenen Streiks, bei den Bussen, weil private Busunternehmen, die für die MVG im Einsatz sind, nicht bestreikt werden. Insgesamt die Hälfte der Fahrzeuge, die normalerweise fahren würden, ist hier im Einsatz. Alle Linien werden bedient, wenn auch stark eingeschränkt.

Auf diesen Linien fahren die Busse zumeist alle 20 bis 30 Minuten: X30, X35, X36, X80, 50, 51, 52, 53, 54, 55, 56, 57, 58/68, 59, 60, 62, 63, 132, 135, 142, 143, 145, 150, 151, 153, 154, 157, 160, 161, 162, 164, 168, 174, 176, 180, 181, 182.

Bei den Busssen sind trotz Streiks etwa die Hälfter der Fahrzeuge im Einsatz.
Bei den Busssen sind trotz Streiks etwa die Hälfter der Fahrzeuge im Einsatz. Stephan Rumpf

Auf diesen Linien fahren die Busse in größeren Abständen, teilweise nur alle 40 Minuten oder stündlich: 100, 130, 134, 136, 139, 140, 141, 144, 149, 155, 158, 159, 163, 165, 166, 167, 169, 170, 171, 172, 173, 175, 177, 178, 179, 183, 184, 185, 186, 187, 188, 189, 190, 191, 192, 193, 194, 195, 196, 197, 198, 199.

Die MVG weist darauf hin, dass auf allen Linien mit längeren Wartezeiten und einer hohen Auslastung in den Fahrzeugen zu rechnen ist und empfiehlt, wo es möglich ist, auf andere Verkehrsmittel auszuweichen, Fahrgemeinschaften zu bilden oder Homeoffice zu nutzen. Über den aktuellen Stand der Betriebslage informiert die MVG etwa stündlich.

Am Morgen war lediglich die Linie U& streckenweise in Betrieb, mittlerweile haben einige Lienien mehr die Fahrt aufgenommen.
Am Morgen war lediglich die Linie U& streckenweise in Betrieb, mittlerweile haben einige Lienien mehr die Fahrt aufgenommen. Stephan Rumpf
Fahrrad und E-Scooter dürften heute der schnellste Weg sein, sich im Münchner Verkehr fortzubewegen.
Fahrrad und E-Scooter dürften heute der schnellste Weg sein, sich im Münchner Verkehr fortzubewegen. Stephan Rumpf

Darum geht es bei dem Streik

Verdi fordert in dem Tarifstreit für die etwa 9000 Mitarbeitenden in mehr als 20 Unternehmen im öffentlichen Nahverkehr Bayerns eine Lohnsteigerung von 668,75 Euro im Monat, die 35-Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich und höhere Zuschläge, etwa bei Schichten am Wochenende. Die Arbeitgeberseite bezeichnet diese Forderungen als „realitätsfern“ und verweist auf die klammen Kassen der Kommunen. In der ersten Verhandlungsrunde beinhaltete das Angebot des Kommunalen Arbeitgeberverbands in Bayern eine Erhöhung der Tarifgehälter um fünf Prozent in zwei Schritten bei einer Laufzeit von 24 Monaten.

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