Antisemiten, Rassisten, Nationalsozialisten: Sie sind da, mitten in der Stadt, auf Münchner Straßen. Genauer: auf Münchner Straßenschildern. Etwa 330 Straßen in der Landeshauptstadt sind nach Personen, Orten oder Ereignissen benannt, die einer Erklärung bedürfen. Und bei etwa 40 Straßennamen sieht das Stadtarchiv erhöhten Diskussionsbedarf. Das ist das Ergebnis einer vor vier Jahren durch die SPD-Fraktion angestoßenen ersten Prüfung der Münchner Straßennamen durch das Stadtarchiv. "Sorgfalt vor Schnelligkeit" lautete die Devise der Experten.
Expertenkommission:370 Straßennamen, die einer Klärung bedürfen
Vor neun Jahren wurde die Meiserstraße in München in Katharina-von-Bora-Straße umbenannt - nach heftigen Debatten.
(Foto: Frank Leonhardt/dpa)Für die Stadt haben Historiker die Benennung fast aller Münchner Straßen geprüft. Bei 330 empfehlen sie eine Erläuterung, bei weiteren 40 sehen sie Diskussionsbedarf.
Von Martin Bernstein
Lesen Sie mehr zum Thema